Ein heiliger Berg im weiten Land

Oberschwaben um Riedlingen ist nicht ausschließlich flach, sondern dort, wo die Donau fließt, erhebt sich unweit der Bussen, ein Eiszeitrelikt. Auf dem Weg dorthin kannst du edle Pferde bestaunen und dich von der Schwarmintelligenz der Stare inspirieren lassen, Bäume in Reih und Glied stehen sehen und zahlreichen Feldkreuzen begegnen, die die Heiligkeit des Ziels auf dem Berg erahnen lassen.

In der dortigen Bussenkirche, flankiert von der Bussenruine, warten Kerzen darauf, angezündet zu werden, was – so die Legende – wohl schon so manchem Kinderwunsch zur Erfüllung verholfen haben soll.

Sofern man sich nicht in Exerzitien bei den Franziskanerinnen begibt, findet man auch wieder den Weg hinunter, auch durch idyllisches Nadelgehölz.

Auf dem Rückmarsch nach Riedlingen lässt sich außerdem feststellen, dass es auch hierzulande Wanderheuschrecken gibt, die schon mal auf Wandermützen Platz nehmen, dass es selbst in katholischen Gefilden einst einmal Etablissements für das Nachtleben gegeben hat und dass es sich bei der Stadtbrücke in der Donau waten lässt.

Kurz vor Ankunft am Ausgangspunkt bringt eine Gelateria die Pilgernden doch noch vom rechten Weg ab. Eine Kugel Eis auf die Hand kann doch keine Sünde sein.

Ehrenamtliche/r Naturschutzbeauftragte/n (m/w/d) – Werde Anwalt für unsere Natur!

Fast alle Ämter in der Albvereinsgruppe Gomaringen wurden am 12. September 2026 wieder besetzt.

Aber nur fast, deshalb:

Die Albvereinsgruppe Gomaringen sucht Dich als

Ehrenamtliche/r Naturschutzbeauftragte/n (m/w/d) – Werde Anwalt für unsere Natur!

Beginn: Ab sofort / Saison 2026

Fokus: Artenschutz, Landschaftspflege und Umweltbildung

Über uns

Der Schwäbische Albverein ist ein anerkannter Naturschutzverband. Wir wandern nicht nur – wir bewahren, was wir lieben. Von der Pflege wertvoller Biotope bis zum Schutz heimischer Vogelarten leisten wir in der Albvereinsgruppe einen aktiven Beitrag zur Artenvielfalt. Um diese wichtige Säule unserer Vereinsarbeit zu stärken, suchen wir eine engagierte Persönlichkeit mit Herz für die Umwelt.

Deine Aufgaben

  • Praktischer Naturschutz: Du planst und koordinierst Landschaftspflegemaßnahmen (z. B. Entbuschungs-Aktionen oder das Aufstellen von Nistkästen).
  • Beratung & Stellungnahme: Du berätst den Vorstand bei Naturschutzthemen und sichtest bei Bedarf behördliche Planungsunterlagen in Unserem Gebiet.
  • Umweltbildung: Du begeisterst unsere Mitglieder (und solche, die es werden wollen) durch kleine Exkursionen oder Infos zu Flora und Fauna am Wegesrand.
  • Netzwerkpflege: Du bist die Schnittstelle zu Naturschutzbehörden, Forstdienststellen und anderen Verbänden wie dem NABU oder BUND.

Dein Profil

  • Naturkenntnis: Du hast ein grundlegendes Wissen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt oder die große Bereitschaft, dieses zu vertiefen.
  • Tatkraft: Du scheust Dich nicht davor, bei Pflegeeinsätzen auch mal selbst die Handschuhe anzuziehen.
  • Kommunikationsgeschick: Du kannst die Wichtigkeit von Schutzmaßnahmen gegenüber Wanderern und Landnutzern freundlich und bestimmt vermitteln.
  • Nachhaltigkeit: Dir ist es wichtig, dass auch kommende Generationen die Schwäbische Alb in ihrer Vielfalt erleben können.

Dir bieten wir

  • Fachliche Qualifikation: Wir übernehmen die Kosten für Deine Ausbildung zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer oder für Naturschutz-Seminare an der Heimat- und Wanderakademie.
  • Handlungsspielraum: Setze eigene Schwerpunkte – ob Insektenschutz, Biotoppflege oder die Erstellung eines „Natur-Lehrpfads“.
  • Experten-Support: Die Fachabteilung Natur, Umwelt, Energie im Hauptverein unterstützt Dich mit Fachwissen und Fördermittelberatung.
  • Sinnstiftung: Ein Ehrenamt, das sichtbare Spuren hinterlässt und aktiv zum Klimaschutz in unserer Region beiträgt.

Schütze mit uns unsere Heimat!

Möchtest Du der Natur eine Stimme geben? Wir freuen uns auf Deine Ideen und Dein Engagement!

Für Fragen oder ein erstes Gespräch steht Dir unser Vorstand gerne zur Verfügung:

Stephan Rilling
E-Mail: savgom@gmail.com

Infos zum Verein: gomaringen.albverein.eu

Der bebrillte Hohenneuffen und die WanderBar

Der Ausgangspunkt war Neuffen, das erste Etappenziel die Burg Hohenneuffen, auf der 1948 die südwestdeutsche Dreiländerkonferenz als Wegweiser zur Gründung unseres Länds stattfand. Heute kann man dort, auch im Glashaus, Kaffeespezialitäten genießen.

Es wurde „hochgehkeltert“ und „hochgehsiedelt“ zum Erlebnisfeld Heidengraben mit dem Heidengrabenturm, der in Anlehnung an eine keltische Triskele im Dreieck-Design gebaut wurde. Unweit davon befindet sich die „Brille Hülben“, die als ungewöhnliches Kunstwerk am Albtrauf die besuchte Burg nochmal durch’s Brillenglas entdecken lässt.

Weiteres Ziel: Die Barnberghöhle. Diese Karsthöhle erlaubt das Eindringen auf etlichen Längenmetern, Stirnlampen sind erwünscht. Zufälligerweise machte die UNESCO jüngst eben den 13. September zum „International Day of Caves and Karst“; so bewegte sich Stephes’ Truppe zeitgemäß auf passendem Terrain.

Höhepunkt beim Abstieg durch die Weinberge: Ein Rendezvous mit der wunderbaren WanderBar.

Ein elektrisch betriebenes Lastenfahrrad nebst feuerrotem Auflieger mit integriertem Barbetrieb und überaus qualifiziertem Ausschankpersonal, welches den Silvaner, auch 1948 serviert beim oben genannten Treffen, inklusive Häppchen kredenzt.

Das war gelungener Hochgenuss zum vorausgegangenen „Hochgehnuss“ und ein krönender Abschluss des Tages.

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 12. September 2026

Soll die 134-jährige Geschichte der Albvereinsgruppe Gomaringen zu Ende sein oder soll ein neues Kapitel aufgeschlagen werden? Das war die Frage bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag.

An diesem Abend ging es im Schützenhaus bildlich gesprochen für ungefähr 50 Albvereinler auf eine kurzweilige Bergwanderung.

Etappenweise wurden die Ziele und Anforderungen an die Vereinsleitung vorgestellt und wurde behutsam Höhenmeter um Höhenmeter gemeistert.

In den Gehpausen wurden die Bergwanderer an die Verantwortung gegenüber der Wandergruppe erinnert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie und wo diese übernommen werden kann.

In allen Pausen gab es Menschen, die sich bereit erklärten, Verantwortung zu übernehmen.

Nach gerade mal einer dreiviertel Stunde war der Gipfel der Bergtour erreicht und alle Verantwortlichkeiten waren vergeben.

Somit wird 2027 bei der Albvereinsgruppe Gomaringen das einhundertfünfundreißigste Kapitel aufgeschlagen.

Der Abstieg vom Gipfel erfolgte in ausgelassener Stimmung.

Stuttgarter Rössleweg – Westschleife – Vom Pragsattel zum Waldauerle

Auf dieser Strecke kann man im September Vieles erleben:

  • Den Fernsehturm im morgendlichen Nebel.

 

  • Die vollbepackten Weinreben in grün, hell- und dunkelrot.
  • Die Wochenendgrundstücke der Stuttgarter mit Bananen- und Feigenbäumen.
  • Die Ausblicke über den Stuttgarter Kessel, ob zum Birkenkopf oder zum Schloss Solitude.
  • Den Nesenbach, Lindenbach, Feuerbach und die Schwälblesklinge.

 

  • Den Ampeldrücker auf zwei Meter Höhe für Reitende.
  • Das Gipfelkreuz des Birkenkopfs.

 

  • Die Fernsichten zur Schwäbischen Alb, dem Schwarzwald, dem Schurwald und ins Unterland.
  • Die Rettungshundestaffel des DRK Stuttgart im Übungseinsatz.
  • Die spontane Weinprobe im Stuttgarter Nobelviertel mit Weinen von Vis-à-vis.

 

  • Das Garagentor aus Glas mit dahinterstehender Luxuskarosse.
  • Das Waldauerle für den krönenden Abschluss.
  • Den Fernsehturm in der Abendsonne.