Bergtour 2026 von Hütte zu Hütte in den Ötztaler Alpen

Die Wetterprognosen hätten kaum schlechter sein können. Starkregen und Sturm waren für das Wochenende im Ötztal angesagt. Doch wir ließen uns nicht entmutigen. Am Freitagmorgen starteten wir früh und fuhren zu unserem Ausgangspunkt nach Obergurgl auf 2.003 m.

Der Aufstieg zur Langtalereck Hütte durch den Zirbenwald war ein Genuss. Die Zirben spendeten uns kühlenden Schatten, ihr würziger Duft lag in der Luft und der Blick auf den Rotmooswasserfall und die umliegende Bergwelt begeisterte uns immer wieder. Nach ca. 620 Höhenmeter und einer Genuss-Gehzeit von ca. 2 ½ Stunden erreichten wir bei Sonnenschein und trockenen Fußes unser erstes Tagesziel, die Langtalereck Hütte auf 2.480 m Höhe.

Der Samstag startete mit dichten Wolken, die sich aber im Laufe des Tages verzogen. Nach einer ruhigen Nacht im Lager und einem leckeren Frühstück schnürten wir die Wanderstiefel, schulterten die Rucksäcke und tauchten in die beeindruckende Bergwelt der Ötztaler Alpen ab.

Da ausgerechnet an diesem Wochenende der legendärere Gletschertrail-Run stattfand, waren wir nicht alleine auf dem Weg. Zig Trailrunner kamen uns entgegen und sorgten für Abwechslung. Das Highlight des Tages war die Piccard-Hängebrücke die mit einer Länge von 142 Metern die Überquerung des Gurgler Ferner ermöglicht und zugleich ein besonderes Wandererlebnis über den glattpolierten Gletscherschliff bietet.

Nach rund 700 anstrengenden Höhenmetern erreichten wir das Ramolhaus
auf 3.006 m.

Auf der Terrasse genossen wir den herrlichen Blick auf die umliegenden Dreitausender und ihre verbliebenen Gletscher, die in der Sonne glitzerten.
Pünktlich um 5:40 Uhr ging am Sonntagmorgen die Sonne auf; leider versperrten uns ein paar Wolken den Blick, doch das tat der Schönheit der Bergwelt keinen Abbruch. So machten wir uns ziemlich früh an den Abstieg. Auf dem Schafweg ging es zurück in die Zivilisation.

Fazit: Die Bergtour fand entgegen aller Vorhersagen bei bestem Wanderwetter statt. Die Wetter-Apps hatten sich mal wieder gründlich geirrt – Zu unserem Glück.

Bachwanderung mit Birgit und Stephes – die Vierte

Nach drei Touren innerhalb von Gomaringen hieß es dieses Jahr „Raus aus dem Ort“.

Trotzdem ging es zuerst doch noch durch den Ort am Bach entlang, wo Mühlen wie auf einer Kette aneinandergereiht waren.

Ob Getreide-, Schleif- oder Ölmühle, alles war dabei.

Bei der Äußeren Mühle fing dann die Herausforderung an.

Im angenehm kühlen Wasser der Wiesaz und im Schatten der Bäume stapfte die Gruppe ortsauswärts an fast hochhaushohen Wänden vorbei Richtung Bronnweiler.

Wieder gab es einige Teilnehmende, die nicht glauben wollten, dass es, trotz der langen Trockenheit, in der Wiesaz tiefe Gumpen gibt, die einen Hobbit hüfthoch im Wasser stehen lassen.

Jetzt wissen sie, dass es wirklich so ist, und sie hatten Freude daran.

Gegen Schluss war die Tour noch mit Hürden gespickt und es hieß:
Oben drüber oder unten durch.

Den Schlusspunkt setzte eine seltene Mühlenart: Die Hanfreibe.

Dort wurden Hanfpflanzen (Cannabis), die in großen Mengen rund um Gomaringen angepflanzt wurden, durch Reibung weich und spinnbereit gemacht.

Aus diesen Fasern wurden Stoffe für Säcke und Arbeitskleidung gewebt.

Ob während der Herstellung der Fasern das Kraut auch geraucht wurde, ist nicht bekannt.