Nuff-Ra-Wanderung mit Stephes – die Letzte

Short Version:

Zum letzten Mal

  • lud Stephes zur Nuff-Ra-Wanderung ein.
  • wurden die Teilnehmenden begrüßt.
  • fuhr man in Fahrgemeinschaften zum Ausgangspunkt.
  • ging es Nuff.
  • ging es auch wieder Ra.
  • wurde ein Espresso ausgeschenkt.
  • gab es Kekse for free.
  • wurde unnützes Wissen geteilt.
  • endete die Tour am Ausgangspunkt.
  • bedankte sich Stephes bei den Mitkommenden.
  • gab es ein Dankeschön der Teilnehmenden.

 

Extended Version:

Wandern in Bad Urach ohne Wasserfall und Burg? – Geht das überhaupt?

Genau das konnte man vergangenen Sonntag bei der Nuff-Ra-Wanderung mit Stephes erkunden und wurde fündig.

Existiert doch da in Richtung Grabenstetten das liebliche Kaltental mit zwei Weihern und einem Aussichtsfelsen mitten im Wald.

Von dort, wo Mann – und auch Frau – noch minigolfen kann, geht es hinter letzten Hausdächern in die Höhe, was vierzig Beine gut bewältigten. Teils enge Pfade führen zum Kaltentalweiher, der zwar nicht zum Baden, aber zum Pausieren und anschließendem Weiterwandern zum Lauereckfelsen einlädt. Von dort erstreckt sich ein bombastischer Blick ins Tal zwischen Grabenstetten und Bad Urach.

Von dort geht es außerdem weiter zum südlichen Rand des Heidengrabens, der Elsachstadt, in der einst Kelten zuhause waren.

Über den Kohlteichweiher gelangt man wieder zurück zum Ausgangspunkt und hat als Mitwandernder außerdem gelernt, wie man nicht ganz originalgetreu italienischen Espresso in freier Wildbahn zubereitet und was sich in so manchem Jahr am zweiten August sonst noch so ereignete.

Bergtour 2026 von Hütte zu Hütte in den Ötztaler Alpen

Die Wetterprognosen hätten kaum schlechter sein können. Starkregen und Sturm waren für das Wochenende im Ötztal angesagt. Doch wir ließen uns nicht entmutigen. Am Freitagmorgen starteten wir früh und fuhren zu unserem Ausgangspunkt nach Obergurgl auf 2.003 m.

Der Aufstieg zur Langtalereck Hütte durch den Zirbenwald war ein Genuss. Die Zirben spendeten uns kühlenden Schatten, ihr würziger Duft lag in der Luft und der Blick auf den Rotmooswasserfall und die umliegende Bergwelt begeisterte uns immer wieder. Nach ca. 620 Höhenmeter und einer Genuss-Gehzeit von ca. 2 ½ Stunden erreichten wir bei Sonnenschein und trockenen Fußes unser erstes Tagesziel, die Langtalereck Hütte auf 2.480 m Höhe.

Der Samstag startete mit dichten Wolken, die sich aber im Laufe des Tages verzogen. Nach einer ruhigen Nacht im Lager und einem leckeren Frühstück schnürten wir die Wanderstiefel, schulterten die Rucksäcke und tauchten in die beeindruckende Bergwelt der Ötztaler Alpen ab.

Da ausgerechnet an diesem Wochenende der legendärere Gletschertrail-Run stattfand, waren wir nicht alleine auf dem Weg. Zig Trailrunner kamen uns entgegen und sorgten für Abwechslung. Das Highlight des Tages war die Piccard-Hängebrücke die mit einer Länge von 142 Metern die Überquerung des Gurgler Ferner ermöglicht und zugleich ein besonderes Wandererlebnis über den glattpolierten Gletscherschliff bietet.

Nach rund 700 anstrengenden Höhenmetern erreichten wir das Ramolhaus
auf 3.006 m.

Auf der Terrasse genossen wir den herrlichen Blick auf die umliegenden Dreitausender und ihre verbliebenen Gletscher, die in der Sonne glitzerten.
Pünktlich um 5:40 Uhr ging am Sonntagmorgen die Sonne auf; leider versperrten uns ein paar Wolken den Blick, doch das tat der Schönheit der Bergwelt keinen Abbruch. So machten wir uns ziemlich früh an den Abstieg. Auf dem Schafweg ging es zurück in die Zivilisation.

Fazit: Die Bergtour fand entgegen aller Vorhersagen bei bestem Wanderwetter statt. Die Wetter-Apps hatten sich mal wieder gründlich geirrt – Zu unserem Glück.

Bachwanderung mit Birgit und Stephes – die Vierte

Nach drei Touren innerhalb von Gomaringen hieß es dieses Jahr „Raus aus dem Ort“.

Trotzdem ging es zuerst doch noch durch den Ort am Bach entlang, wo Mühlen wie auf einer Kette aneinandergereiht waren.

Ob Getreide-, Schleif- oder Ölmühle, alles war dabei.

Bei der Äußeren Mühle fing dann die Herausforderung an.

Im angenehm kühlen Wasser der Wiesaz und im Schatten der Bäume stapfte die Gruppe ortsauswärts an fast hochhaushohen Wänden vorbei Richtung Bronnweiler.

Wieder gab es einige Teilnehmende, die nicht glauben wollten, dass es, trotz der langen Trockenheit, in der Wiesaz tiefe Gumpen gibt, die einen Hobbit hüfthoch im Wasser stehen lassen.

Jetzt wissen sie, dass es wirklich so ist, und sie hatten Freude daran.

Gegen Schluss war die Tour noch mit Hürden gespickt und es hieß:
Oben drüber oder unten durch.

Den Schlusspunkt setzte eine seltene Mühlenart: Die Hanfreibe.

Dort wurden Hanfpflanzen (Cannabis), die in großen Mengen rund um Gomaringen angepflanzt wurden, durch Reibung weich und spinnbereit gemacht.

Aus diesen Fasern wurden Stoffe für Säcke und Arbeitskleidung gewebt.

Ob während der Herstellung der Fasern das Kraut auch geraucht wurde, ist nicht bekannt.

Spendenwanderung 2026

der Kreissparkasse Tübingen in Kooperation mit den Albvereinen aus dem Kreis Tübingen.

Zum zweiten Mal durften wir die Spendenwanderung unterstützen. Letztes Jahr waren wir tatkräftig als Wanderbegleitende dabei.

Dieses Jahr durften wir eine besondere Aufgabe übernehmen:

Die Auszubildenden der Kreissparkasse sind nicht mehr bereit, für einen Tag Sonderurlaub in ein Kreissparkassen-Bärenkostüm zu schlüpfen.

Die Folge wäre gewesen, dass die bei Jung und Alt beliebten Bären, dieses Jahr bei der Spendenwanderung gefehlt hätten.

Das konnten wir nicht zulassen und haben den Job übernommen.

Auch wenn es sehr schweißtreibend war; die Freude in den Gesichtern der Kinder und Erwachsenen zu sehen, hat dies völlig wettgemacht.

Normalerweise werden Albvereinsmitglieder nicht zu einem Fototermin herangezogen.

Als Kreissparkassen-Bär erlebt man das jedoch komplett anders.

Wanderung für Frühaufstehende Extrem

Gustav Schwab schrieb davon, dass am Himmelfahrtstag beim Sonnenaufgang die Sonne hüpfen würde und dies besonders gut vom Roßberg aus zu beobachten sei.

Wem der Weg zum Roßberg zu weit ist, für den gibt es eine gemäßigtere Variante.

Anstatt um 2:30 Uhr war der Start um 4:30 Uhr. Das ist immer noch recht früh und mit noch nicht eingeschalteten Straßenlaternen auch recht dunkel.

In ungefähr einer Stunde und 15 Minuten war das Ziel, der Turm auf dem Käpfle, erreicht.

Die Aussicht auf die Sonne haben die Achalm und dicke Wolken eingeschränkt.

Gehüpft sind an diesem Morgen die Regenschauer, aber leider nicht die Sonne.

Auf dem Rückweg standen Akeleien in den buntesten Farben Spalier, wärmte die Sonne in Gomaringen den Rücken und der Cappucino innerlich den Körper.

Erster Mai mit dem Lauftreff

Auf dem offiziellen Burgenweg des Schwäbischen Albvereins von Reutlingen nach Obermarchtal liegen 25 Burgen.

Es gibt aber noch viel mehr Burgen und Ruinen auf der Schwäbischen Alb. Drei davon waren am Freitag Ziele der Ersten-Mai-Wanderung des Lauftreffs.

Burgen haben es an sich, dass sie auf Bergen und Kuppen gebaut wurden, um den besseren Überblick zu haben. Dies bedeutet aber, dass von Burg zu Burg meistens ein Tal durchquert werden muss und dies obwohl man sich auf der Albhochfläche befindet.

Fast jede Ortschaft hat eine Burg. Eine besondere hat der Ort Stetten unter Holstein. Wer am Freitag dabei war, weiß jetzt woher der Begriff „Unter Holstein“ kommt.

Stetten selbst ist mit seinem Maimarkt und Maibäumen für die Liebste ein Hotspot. Sind doch auf kurzer Distanz drei Maibäume von Jungs gestellt. In Größe und Schmuck wäre Gomaringen stolz, solch einen Baum zu haben. Um so einen Baum unentdeckt stellen zu können, schickt man die Liebste zu Ikea und ins Outlet. Dann hat man genügend Zeit.

An der Erpf und der Lauchert entlang zeigt sich deutlich die lange Trockenphase. Leider hatte auch die Albvereinshütte in Melchingen eine extreme Trockenphase, so dass schnurstracks der Weg zurück eingeschlagen wurde, um dann im Gomaringer Schloss den Durst löschen zu können.

Jodelwanderung 2.0

Ein ganz besonderes Angebot gab es am Sonntagnachmittag bei der Albvereinsgruppe Gomaringen.

So besonders, dass

  • Teilnehmende sogar aus dem Remstal, von Ludwigsburg und Ulm nach Gomaringen anreisten.
  • außer dem Tourbegleiter niemand aus Gomaringen dabei war.
  • hauptsächlich Liedgut aus Tiroler Regionen angestimmt wurde.
  • ein Jodler, der auf Borkum entstand, mit viel Feingefühl vorgetragen wurde.
  • auf dem Kirchholz mit Inbrunst ein Juchitzer ins Streuobstparadies hinausgerufen wurde.

 

 

  • auf dem Hummelberg vergeblich ein Schattenplatz gesucht wurde.
  • sich eine Firma im Gomaringer Industriegebiet wahrscheinlich wundern wird, wenn sie die Bilder ihrer Überwachungskamera vom Sonntag auswertet.
  • die Veranstaltung im Schlosshof mit einer Südtiroler Marende, edlen Tropfen und dem Südtiroler Heimatlied einen gebührenden Abschluss fand.

 

A ganz a fescher Buam

 

Yoga und Wandern 5.0

Zum fünften Mal war die VHS und der Albverein yogaübend und wandernd gemeinsam unterwegs.

In unwegsamem Gelände sind Yogaübungen doppelt knifflig, da manchmal der richtig feste Stand nicht gegeben ist und zusätzliche Koordination erforderlich ist.

Es ist aber wunderschön, wenn die Meisen pfeifen, der Zilpzalp zilpzalpt und der Specht hämmert und der Körper sich um die Mittagszeit wie eine Mondsichel biegt.

Ein besonderer Genuss ist, wenn sich im schwäbischen Streuobstparadies die Palme im Wind wiegt und sich zur Sonne öffnet oder der Adler mit seinen weiten Schwüngen um das Biotop Kreise zieht.

Auch Yoga passt sich den unruhigen Zeiten an. Der Krieger wurde abgesetzt und zum Helden umfunktioniert. Die Übung an sich blieb aber gleich und dehnt weiterhin die Beine und den Oberkörper.

Wenn dann darüber noch hunderttausende Apfelblüten blühen, gibt dies noch zusätzliche Energie und lädt zum tiefen Einatmen ein.

Wer es zulässt, kann sogar über die Fußsohlen einatmen und dann von unten nach oben die Energie spüren. Wahrlich eine ungewöhnliche Wohltat.

Da die Natur so viel gibt, gibt man ihr auch gerne zum Schluss wieder eine imaginäre Kugel Energie zurück.

Aber die Kugel aus Schokolade, landet dagegen im Mund.

Urschel – Pfulben – Remmsele – Haule – Pelzmichel

Vergangenen Sonntag begaben sich sieben Nachtfräulein in weißen Gewändern und roten Socken auf den mystischen Weg rund um den Berg der Urschel. Sie wurden begleitet vom Grafen und vom Haule vom Selchental.

Für den Aufstieg über die alte Hofsteige mussten sie, je ein Remmsele in die offene Hand der Urschel legen. So geschützt ging es ohne Regen hinauf zum Emmenberg.

Am Uhufelsen erforderte das Klappersteigle Geschick und Aufmerksamkeit. Kaum vorstellbar, dass früher dort Kuhgespanne rauf und runtergefahren sind. Jedoch mit dem festen Glauben an die Urschel, die die Bauersleute auf Ihren Wegen durch die Pfullinger Wälder fürsorglich begleitet, ging es aber wohl schon.

Am Mädlesfelsen genossen die Nachtfräulein die Aussicht in die Nebelsuppe. Der Graf legte sich für ein kleines Nickerchen seinen Pfulben unter den Kopf und der Haule, legte sich seinen Kopf zurecht, den er die ganze Zeit unter dem Arm trug, weil ihm die Urschel eine Strafe auferlegt hatte.

Da sich die Nachtfräulein im nahen Wirtshaus eine Kaffeepause gönnten, ließ Urschel auf dem Rückweg die Schleusen am Himmel öffnen, den Nebel tiefer sinken und die Temperatur in den Keller fallen.

Auch das Waldmännle und der Pelzmichel setzte die Urschel auf die Damen an.

Die waren aber flink und stahlen der Urschel ihre drei goldenen Schlüssel für die versunkenen Schlösser im Urschelberg.

Und welch ein Wunder – die Schlüssel passten zu den Droschken am nahegelegenen Waldrand.