Der bebrillte Hohenneuffen und die WanderBar

Der Ausgangspunkt war Neuffen, das erste Etappenziel die Burg Hohenneuffen, auf der 1948 die südwestdeutsche Dreiländerkonferenz als Wegweiser zur Gründung unseres Länds stattfand. Heute kann man dort, auch im Glashaus, Kaffeespezialitäten genießen.

Es wurde „hochgehkeltert“ und „hochgehsiedelt“ zum Erlebnisfeld Heidengraben mit dem Heidengrabenturm, der in Anlehnung an eine keltische Triskele im Dreieck-Design gebaut wurde. Unweit davon befindet sich die „Brille Hülben“, die als ungewöhnliches Kunstwerk am Albtrauf die besuchte Burg nochmal durch’s Brillenglas entdecken lässt.

Weiteres Ziel: Die Barnberghöhle. Diese Karsthöhle erlaubt das Eindringen auf etlichen Längenmetern, Stirnlampen sind erwünscht. Zufälligerweise machte die UNESCO jüngst eben den 13. September zum „International Day of Caves and Karst“; so bewegte sich Stephes’ Truppe zeitgemäß auf passendem Terrain.

Höhepunkt beim Abstieg durch die Weinberge: Ein Rendezvous mit der wunderbaren WanderBar.

Ein elektrisch betriebenes Lastenfahrrad nebst feuerrotem Auflieger mit integriertem Barbetrieb und überaus qualifiziertem Ausschankpersonal, welches den Silvaner, auch 1948 serviert beim oben genannten Treffen, inklusive Häppchen kredenzt.

Das war gelungener Hochgenuss zum vorausgegangenen „Hochgehnuss“ und ein krönender Abschluss des Tages.

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 12. September 2026

Soll die 134-jährige Geschichte der Albvereinsgruppe Gomaringen zu Ende sein oder soll ein neues Kapitel aufgeschlagen werden? Das war die Frage bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag.

An diesem Abend ging es im Schützenhaus bildlich gesprochen für ungefähr 50 Albvereinler auf eine kurzweilige Bergwanderung.

Etappenweise wurden die Ziele und Anforderungen an die Vereinsleitung vorgestellt und wurde behutsam Höhenmeter um Höhenmeter gemeistert.

In den Gehpausen wurden die Bergwanderer an die Verantwortung gegenüber der Wandergruppe erinnert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie und wo diese übernommen werden kann.

In allen Pausen gab es Menschen, die sich bereit erklärten, Verantwortung zu übernehmen.

Nach gerade mal einer dreiviertel Stunde war der Gipfel der Bergtour erreicht und alle Verantwortlichkeiten waren vergeben.

Somit wird 2027 bei der Albvereinsgruppe Gomaringen das einhundertfünfundreißigste Kapitel aufgeschlagen.

Der Abstieg vom Gipfel erfolgte in ausgelassener Stimmung.

Stuttgarter Rössleweg – Westschleife – Vom Pragsattel zum Waldauerle

Auf dieser Strecke kann man im September Vieles erleben:

  • Den Fernsehturm im morgendlichen Nebel.

 

  • Die vollbepackten Weinreben in grün, hell- und dunkelrot.
  • Die Wochenendgrundstücke der Stuttgarter mit Bananen- und Feigenbäumen.
  • Die Ausblicke über den Stuttgarter Kessel, ob zum Birkenkopf oder zum Schloss Solitude.
  • Den Nesenbach, Lindenbach, Feuerbach und die Schwälblesklinge.

 

  • Den Ampeldrücker auf zwei Meter Höhe für Reitende.
  • Das Gipfelkreuz des Birkenkopfs.

 

  • Die Fernsichten zur Schwäbischen Alb, dem Schwarzwald, dem Schurwald und ins Unterland.
  • Die Rettungshundestaffel des DRK Stuttgart im Übungseinsatz.
  • Die spontane Weinprobe im Stuttgarter Nobelviertel mit Weinen von Vis-à-vis.

 

  • Das Garagentor aus Glas mit dahinterstehender Luxuskarosse.
  • Das Waldauerle für den krönenden Abschluss.
  • Den Fernsehturm in der Abendsonne.

 

 

 

Ride your bike with Ria

Schon letztes Jahr wollte Ria die Herausforderung annehmen, für die Albvereinsgruppe Gomaringen eine Radtour anzubieten. Dem machte leider der StreuobstWanderGenuss-Tag einen Strich durch die Rechnung.

Dieses Jahr kam nichts dazwischen, und es wurde eine „Tour de StreuobstAlbGenuss“.

Trotz Anspruchs im Hinblick auf Strecke sowie Kilo- und Höhenmeter war die Anzahl der Radelnden unerwartet hoch.

„Von Gomaringen nach Gomadingen“ oder „Von der Wiesaz an die Lauter und zurück“ könnte man die Tour kurz zusammenfassen.

Die Tour war in vier Radetappen aufgeteilt:

Gleich die erste Etappe war sozusagen die Königsetappe mit drei Bergwertungen, darunter eine der höchsten Kategorie.

Die zweite Etappe war etwas für die Sprinter auf flachem Terrain. Allerdings blies der Wind aus der falschen Richtung.

Etappe Nummer drei kann man der Kategorie „Offroad“ zuordnen, mit diversen Gehpassagen, weil der Gewittersturm vom vergangenen Freitag das eine oder andere Hindernis in den Weg gelegt hatte.

Die vierte und letzte Etappe fiel unter die Rubrik „Downhill“. Mit Schwung zurück nach Gomaringen.

An den jeweiligen Etappenzielen war für Verpflegung bestens gesorgt.

Der nicht vorhandene Servicewagen hatte nichts zu tun, und eine medizinische Versorgung war auch nicht notwendig.

Was will man mehr?!

Multifunktionsraum

Die KI sagt:
„Ein Multifunktionsraum ist ein flexibel nutzbares Zimmer, das für verschiedene Zwecke wie Arbeiten, Wohnen, Schlafen oder Freizeit an einem Ort eingerichtet ist.“

So einen Raum gibt es im alten Rathaus in Gomaringen. Da, wo früher der Gemeinderat die Fäden in der Hand hielt, existiert seit einiger Zeit ein solcher Multifunktionsraum.

Vergangene Woche hat zum ersten Mal auch die Albvereinsgruppe Gomaringen diesen Raum gebucht, und das für zwei völlig unterschiedliche Veranstaltungen:

Am Donnerstagabend gab es eine außerordentliche Ausschusssitzung mit hohem Besuch. Der Präsident des Schwäbischen Albvereins höchst persönlich, Thomas Keck, informierte sich über den aktuellen Zustand der Gomaringer Albvereinsgruppe und deren ungewisse Zukunft. In respektvoller Atmosphäre wurde ausgelotet, was machbar ist und was nicht. Ein spannender Abend.

Am Freitag wurde der Multifunktionsraum für das Gomaringer Kinderferienprogramm gebucht. An diesem Nachmittag wurde nicht diskutiert, sondern mit Lötkolben, Lötzinn und Platinen hantiert. Schnell wurde klar, dass das, was einfach aussieht, gar nicht so einfach ist. Mal zu wenig oder mal zu viel Zinn, und schon funktionierte der Schalter oder aber die Leuchtdiode nicht.

Daher wurde kurzerhand umgeplant, und statt zu löten wurde der Fledermausdetektor gesteckt. Auch das noch einfacher Geglaubte, war für manche nicht einfach, so dass Unterstützung durch unsere Expertin Heidrun sehr gefragt war.

Am Ende hatten aber alle Kinder einen funktionierenden Detektor, der natürlich im Multifunktionsraum auch getestet wurde. Jedoch nicht mit einer echten Fledermaus, sondern mit einem Schlüsselbund.

Die Nutzung des Multifunktionsraums hätte innerhalb zwei Tage nicht unterschiedlicher sein können. Aber der Raum hat multifunktioniert.

Ob das wohl bei den Gemeinderatssitzungen früher auch so war?

Unterwegs auf dem U(h)rwaldpfad

Am Sonntag war für die Gomaringer Albvereinler mal wieder der Schwarzwald das Ziel.

Genauer gesagt der Rohrhardsberg, der winters wie sommers eine Reise wert ist. Dies merkt man spätestens am Hinweisschild „Loipe und Fußweg verlaufen parallel“.

Typische Schwarzwaldhöfe schmiegen sich an die steilen Hänge.
Teils baumfreie Kuppen laden zur Fernsicht nach Frankreich und zur Schwäbischen Alb ein.
Wer Glück hat, begegnet dem Auerhahn.

Dazwischen ein Gasthaus im Niemandsland, das seinesgleichen sucht. Ein Muss für einen Halt.

Im alten Schulhaus in Rohrhardsberg-City kommen die Kulturbegeisterten auf ihre Kosten.

Die Elz beginnt am Rohrhardsberg ihren Weg zum Rhein und hüpft bezaubernd von Wasserfall zu Wasserfall.

Völlig logisch, dass hier ein Schwarzwälder Genießerpfad beschildert wurde.

Der U(h)rwaldpfad hat diese Bezeichnung mehr als verdient.

Mitmachkrimi – Juwelenraub im Schloss

Wie im letzten Jahr luden die VHS und der Albverein zum Ferienprogramm nach Bebenhausen ein. Dieses Mal war aber nicht das Kloster, sondern das Schloss das Ziel.

Wer sich im Schloss aufhält, muss sich zwingend an den Dresscode am Hofe halten. Ein Frack oder Jackett für die Herren und Ballkleider für die Damen. Für manches teilnehmende Kind fiel die Wahl angesichts der üppig gefüllten Kleiderschränke schwer.

Nachdem alle angekleidet waren, stellte sich heraus, dass die Juwelen von Königin Olga fehlten.

Auf der Suche ging es durch das ganze Schloss. Vom Ballsaal bis ins Bad. Von der Küche bis ins Schlafzimmer. Doch die wertvollen Steine waren nirgends zu finden.

Am Ende wurden die Kostbarkeiten entdeckt.

Wer die Klunker geklaut hat und wo sie gefunden wurden, bleibt ein Geheimnis.

Da müsst ihr schon selbst nach Bebenhausen fahren und Euch zum Mitmachkrimi anmelden.

40 Jahre Gomaringer Ferienprogramm

Von Anfang an dabei war auch die Albvereinsgruppe Gomaringen, die immer wieder neue Programmpunkte für Gomaringer Kinder auf die Beine gestellt hat.

Die Gemeindeverwaltung veranstaltete für alle aktiv beteiligten Vereine eine kleine, aber feine Feier.

Im kurzen Rückblick zeigte Herr Bürgermeister Heß anhand von Zahlen auf, wie viele Kinder in den letzten Jahren vom Ferienprogramm profitierten.

In Spitzenjahren waren es mehr als 1.000 Gomaringer Kinder.

Herr Heß bedankte sich bei allen Anwesenden für die Unterstützung und ermunterte, doch weiterhin dem Ferienprogramm treu zu bleiben, auch wenn sich die Rahmenbedingungen seit 1986 stark verändert hätten.

Ein Festessen, ein clownistischer Akrobat und das Eismobil zeigten die Wertschätzung der Gemeinde gegenüber den Veranstaltern.

Ein herzliches Dankeschön an die Gemeindeverwaltung für einen wirklich gelungenen Abend.

Nuff-Ra-Wanderung mit Stephes – die Letzte

Short Version:

Zum letzten Mal

  • lud Stephes zur Nuff-Ra-Wanderung ein.
  • wurden die Teilnehmenden begrüßt.
  • fuhr man in Fahrgemeinschaften zum Ausgangspunkt.
  • ging es Nuff.
  • ging es auch wieder Ra.
  • wurde ein Espresso ausgeschenkt.
  • gab es Kekse for free.
  • wurde unnützes Wissen geteilt.
  • endete die Tour am Ausgangspunkt.
  • bedankte sich Stephes bei den Mitkommenden.
  • gab es ein Dankeschön der Teilnehmenden.

 

Extended Version:

Wandern in Bad Urach ohne Wasserfall und Burg? – Geht das überhaupt?

Genau das konnte man vergangenen Sonntag bei der Nuff-Ra-Wanderung mit Stephes erkunden und wurde fündig.

Existiert doch da in Richtung Grabenstetten das liebliche Kaltental mit zwei Weihern und einem Aussichtsfelsen mitten im Wald.

Von dort, wo Mann – und auch Frau – noch minigolfen kann, geht es hinter letzten Hausdächern in die Höhe, was vierzig Beine gut bewältigten. Teils enge Pfade führen zum Kaltentalweiher, der zwar nicht zum Baden, aber zum Pausieren und anschließendem Weiterwandern zum Lauereckfelsen einlädt. Von dort erstreckt sich ein bombastischer Blick ins Tal zwischen Grabenstetten und Bad Urach.

Von dort geht es außerdem weiter zum südlichen Rand des Heidengrabens, der Elsachstadt, in der einst Kelten zuhause waren.

Über den Kohlteichweiher gelangt man wieder zurück zum Ausgangspunkt und hat als Mitwandernder außerdem gelernt, wie man nicht ganz originalgetreu italienischen Espresso in freier Wildbahn zubereitet und was sich in so manchem Jahr am zweiten August sonst noch so ereignete.

Bergtour 2026 von Hütte zu Hütte in den Ötztaler Alpen

Die Wetterprognosen hätten kaum schlechter sein können. Starkregen und Sturm waren für das Wochenende im Ötztal angesagt. Doch wir ließen uns nicht entmutigen. Am Freitagmorgen starteten wir früh und fuhren zu unserem Ausgangspunkt nach Obergurgl auf 2.003 m.

Der Aufstieg zur Langtalereck Hütte durch den Zirbenwald war ein Genuss. Die Zirben spendeten uns kühlenden Schatten, ihr würziger Duft lag in der Luft und der Blick auf den Rotmooswasserfall und die umliegende Bergwelt begeisterte uns immer wieder. Nach ca. 620 Höhenmeter und einer Genuss-Gehzeit von ca. 2 ½ Stunden erreichten wir bei Sonnenschein und trockenen Fußes unser erstes Tagesziel, die Langtalereck Hütte auf 2.480 m Höhe.

Der Samstag startete mit dichten Wolken, die sich aber im Laufe des Tages verzogen. Nach einer ruhigen Nacht im Lager und einem leckeren Frühstück schnürten wir die Wanderstiefel, schulterten die Rucksäcke und tauchten in die beeindruckende Bergwelt der Ötztaler Alpen ab.

Da ausgerechnet an diesem Wochenende der legendärere Gletschertrail-Run stattfand, waren wir nicht alleine auf dem Weg. Zig Trailrunner kamen uns entgegen und sorgten für Abwechslung. Das Highlight des Tages war die Piccard-Hängebrücke die mit einer Länge von 142 Metern die Überquerung des Gurgler Ferner ermöglicht und zugleich ein besonderes Wandererlebnis über den glattpolierten Gletscherschliff bietet.

Nach rund 700 anstrengenden Höhenmetern erreichten wir das Ramolhaus
auf 3.006 m.

Auf der Terrasse genossen wir den herrlichen Blick auf die umliegenden Dreitausender und ihre verbliebenen Gletscher, die in der Sonne glitzerten.
Pünktlich um 5:40 Uhr ging am Sonntagmorgen die Sonne auf; leider versperrten uns ein paar Wolken den Blick, doch das tat der Schönheit der Bergwelt keinen Abbruch. So machten wir uns ziemlich früh an den Abstieg. Auf dem Schafweg ging es zurück in die Zivilisation.

Fazit: Die Bergtour fand entgegen aller Vorhersagen bei bestem Wanderwetter statt. Die Wetter-Apps hatten sich mal wieder gründlich geirrt – Zu unserem Glück.