Buswanderfahrt zum Campus Galli und nach Überlingen

Am 12.08.2018 luden Rita und Jürgen Renz zur Buswanderfahrt des Albvereins ein.

Bei wolkenlosem Himmel und strahlenden Sonnenschein führte uns das Bus-Navi so schnell nach Meßkirch zum Campus Galli, dass wir gar nicht glauben konnten, dass wir schon da sind.

So konnte bis zum Start der Führung die Zeit ausgiebig genutzt werden, Neuigkeiten auszutauschen, den Blick auf die Alpen zu genießen oder das Gelände schon im Voraus zu inspizieren.

Bertram von der schönen Au, der uns über die nächsten zwei Stunden begleitete, zeigte uns anhand eines Übersichtsplans, was am Campus Galli in den nächsten Jahrzenten alles entstehen soll. Ein komplettes Kloster nach dem Sankt Galler Plan.

Während unserer Runde durch den Campus, konnten wir mitfühlen, wie beschwerlich die Arbeit im Jahre 900 war. Hier zu arbeiten wirkt entschleunigend.

Der ganze Stolz der Campus-Galli-Schar ist die Kirche beim Marktplatz. Unglaublich welche Arbeit darin steckt.

Soviel Arbeit machte schon beim Zusehen hungrig und so genossen wir unsere Mittagsmahlzeit im Schatten der Bäume.

Nach der Arbeit kam das Vergnügen. Jürgen, unser Chauffeur, fuhr uns auf unbekannten Wegen, den zahlreichen Umleitungen sei Dank, an die Seepromenade in Überlingen.

Dort folgte die Herausforderung ein Eiscafé aus der Vielzahl auszuwählen. Die Herausforderung wurde gemeistert. Erfreulich war, dass die Kugel Eis ohne Seezuschlag verkauft wurde.

Der Abholtermin unseres Chauffeurs holte uns aus unseren Urlaubsgefühlen zurück und vom blauen Wasser des Sees ging es wieder auf unbekannten Wegen zum gelben Wasser der Hirschbrauerei in Wurmlingen.

Hier kam das Urlaubsgefühl wieder zurück, denn unterm Platanenhimmel im Biergarten wurde für das leibliche Wohl gesorgt.

Auch unsere Tagesabschlussfahrt führte uns auf unbekannten Wegen, den Umleitungen sei Dank, am Dreifaltigkeitsberg und Lemberg vorbei, wieder zurück nach Gomaringen, wo uns nach einem traumhaften Urlaubstag der Alltag am Montag wieder erwartete.

Jodeln im Himmelreich – der erste Versuch!

Der schwäbische Albverein lud im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde zu einem Jodel-Schnupperkurs ein.

Fünf Kinder und drei Senioren hatten den Mut, sich vom Spieleplatz auf den Weg zum Himmelreich zu machen. Kurz vor der letzten Steigung war schon zu hören, dass unsere Jodellehrerin wohl den Weg zum Himmelreich gefunden hatte, denn ein Jodler schallte ins Tal.

Das Himmelreich war schnell erklommen und sofort begann die Jodelschule mit Cordula „Jodelxang“.

Heulen wie ein Wolf, war die erste und leichteste Aufgabe. Aber es kommt auf die Lautstärke an. Wir sollten so laut heulen, dass es auch in Dußlingen gehört wird.

Die nächste Übung bestand aus ho-u – hä-i, was schon mehr Konzentration forderte. Einige Übungen später jodelten wir mehr oder weniger zusammen den Hätt-di – hab di – Jodler, den Schuldirndl-Jodler, den Niederleger und den Goggl-Jodler mit einem kräftigen Kikeriki!

Mit Cordula und ihrem Flamingo jodelten wir einen echt rasanten Jodler.

Während einer kleinen Jodelpause wurden die Jodler von Presseleuten interviewt und der nicht ganz so musikalische Bassjodler erkundete mit den Jung-Jodlern auf der Peilscheibe die Umgebung.

Wo liegt denn Stockach und wo fließt der Neckar wurde zum Beispiel geklärt.

Nach der Pause wurde das Gelernte vertieft und auch noch ein Juchitzer ausprobiert.

Wenn etwas wirklich Freude macht, ist dies ein Juchitzer wert. So war auch der Vorschlag auf dem Rückweg an der Eisdiele einen Stopp einzulegen juchitzerverdächtig.

Jodelnd ging es schnurstracks die Alteburg- und Lindenstraße entlang zum kühlen Abschluss!

Juuuhuhuhuuu!

So klingt der Goggl-Jodler

 

Und hier noch Jodeln in Bild und Ton:

Jodeln im Himmelreich (7 MB)

Der frühe Wanderer empfängt den Sommertag!

Erstmals bot der Albverein eine Wanderung für Frühaufsteher an. Bei Sonnenaufgang ging es los. Vom Haldenplatz fast mucksmäuschenstill durch Straßen mit geöffneten Fenstern, die die morgendliche Kühle in die Häuser bringen sollte.

Mit knapp 20 °C noch recht frisch. Im Lerchenweg bog die Gruppe auf die ehemalige Bahnlinie ab und folgte dieser bis kurz vor Bronnweiler. Ausnahmsweise wurde die geplante Route verlassen, da sich doch zu viele Brennnesseln auf dem Weg tummelten und einige Teilnehmer nicht daran gedacht haben, dass sie mit Stephes unterwegs sind. Aber auch die Alternativroute am Strandbad und Wildschweintummelplatz vorbei hatte ihren Reiz.

Der Nervenkitzel wurde noch erhöht, denn der Klingenhalden-Klettersteig stand bevor. Am Seil ging es steil hinauf. Die Reißfestigkeit des Seils wurde getestet und überstrapaziert, so dass ein Teil der Gruppe in die Tiefe kullerte. Zum Glück ohne Blessuren. Nach der Reparatur des Seils, konnten alle wohlbehalten den Klettersteig durchqueren.

Die Friedenslinde war das nächste Ziel, wo die neue Bank des SAV Bronnweiler ausgiebig getestet und für sehr gut befunden wurde.

Als nächstes wurde der höchste Punkt der Tour, das Käpfle, in Angriff genommen. Da der Turm, wegen Renovierungsarbeiten gesperrt war, gab es auch keine Aussicht.

So langsam wurde es Zeit, sich in Richtung Himmelreich zu begeben. Eine fast direkte Linie wurde von Stephes gewählt. Drei Wege gab es zur Auswahl. An einem war ein Hinweisschild „Sackgasse“. Klar, dass dies der richtige Weg der Tour sein musste.

Nach einem kurzen Stück Dickicht, tat sich ein schöner Waldweg auf und danach ging es nur noch geradeaus dem Himmelreich entgegen.

Und ob sie es glauben oder nicht, dort war der Frühstückstisch bereits gedeckt.

Ein wahrlich himmlisches Frühstück folgte. Im Schatten der Bäume und mit Blick vom Zoller bis zum Schwarzwald. So ergab es sich, dass die erste Frühaufsteherwanderung ein ausgeglichenes Ergebnis in Bewegung und Ruhe hatte. 2 Stunden 40 Minuten zu 2 Stunden 50 Minuten.

Der Schlussakkord erfolgte dann mit dem Steilabstieg über den Himmelreich-Südhang. Die Gruppe war sich einig, die Frühaufsteherwanderung darf nächstes Jahr gerne wiederholt werden.

Erfolgreiche Suche nach dem beliebtesten Stein der Schwaben!

Der Albverein Gomaringen lud zu seinem Ferienprogramm am 01.08.2018 ein.

15 junge Geologen (Jungeos – ausgesprochen Dschangeos) begaben sich mit 4 Altgeos und einer Expertin (Supergeo) auf die Suche nach dem Lieblingsstein der Schwaben.

Bevor man sich auf die Suche machte, musste man zuerst mal erfahren, was ein Stein überhaupt ist? Woher er kommt? Wie er entsteht? Aus was er ist? Wie groß er ist? Und vieles mehr! Viele Fragen, die uns unsere Supergeo alle beantwortete.

Oft ist an der Entstehung Wasser beteiligt, deshalb machten sich die Jungeos auf den Weg an und in den Kirnbach.

Hier konnte das gerade Gelernte direkt in der Natur angeschaut und gespürt werden. Aus dem kühlen Bachbett führte der Weg steil bergauf in eine glühend heiße Felslandschaft.

Warum sich gerade hier in dieser Hitze der Lieblingsstein der Schwaben befindet, konnten wir nicht klären, aber wir wissen jetzt, dass der Lieblingsstein der Schwaben der Stubensandstein ist, denn dieser wurde früher zum scheuern der Holzböden genutzt. Danach wurde der Sand samt Schmutz zur Tür hinaus gefegt. Daher auch der Name „Fegsand“. Die Jungeos zogen ihre Hämmer heraus und jeder nahm sich ein Erinnerungsstück mit.

Die tropische Hitze trieb die Expedition weiter. Ein Steinwurf entfernt war der Start für das nächste Projekt. Canyoning durch eine enge Schlucht steil den Berg hinauf, im wahrsten Sinne über Stock und Stein.

Ein schweißtreibendes und hungrig machendes Abenteuer. Jetzt galt es nur noch, so schnell wie möglich die Grillstelle zu erreichen. Mancher konnte es kaum erwarten, bis das Feuer bereitet war.

Nach einer ausgiebig chilligen Mittagspause, ging es zum Rhätbonebed, der schwäbischen Kloake, also der „Mischde“! Hier ließen sich außer Exkrementen auch Haifischzähne und Wirbelteile von Dinos finden.

Kaum fünf Minuten Fußmarsch später, standen wir im Olgahain, den König Karl Eugen zu Württemberg für seine geliebte Frau Olga errichten ließ. Olga liebten aber auch die Baden-Württemberger so sehr, dass sie oft eine Straße nach ihr benannten. In Gomaringen ist das die „Pfudsgass“.

Danach gab es nur noch eins, den direkten Weg hinab zum Kirnbach, in dem zumindest die Füße Abkühlung fanden. Im Kirnbach wurden die Jungeos nochmals fündig. Nein keine Steine! Irgendjemand hatte den Bach für sein Bier als Kühlschrank benutzt und wohl nicht mehr alle Flaschen gefunden.

So standen die Jungeos zum Schluss buchstäblich im Bierbrunnen.

Ein wahrlich hammerharter erlebnisreicher Abenteuertag!