24-Stunden-Wanderung der Gomaringer Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins

Echte Fakten, gespickt mit alternativen Fakten (die zum Teil auch stimmen können):

Start war um 9:00 Uhr in Plochingen, der Geburtsstadt des Schwäbischen Albvereins.

Zum Start kamen 24 Teilnehmer.

Die Gesamtstrecke betrug 70 Kilometer mit einer reinen Gehzeit von 16,5 Stunden.

Das durchschnittliche zügige Tempo betrug 4,2 km/h und insgesamt wurden fast 1.300 Höhenmeter überwunden.

Im Jägerhaus ist der Kiosk am Wochenende immer geöffnet.

Der Katharinenturm ist einer der wüstesten Aussichtstürme des Schwäbischen Albvereins. Die Sicht von dort oben ist aber grandios.

Auf dem Württemberg gibt es ein Gruppenfoto mit Brautpaar im Hintergrund.

Am Kernenturm wird ein Teilnehmer vom Hund gebissen. Trotzdem macht dieser weiter! Hut ab!

Der mobile Datenempfang im Waldhorn in Lobenroth ist grandios. Die Kässpätzle sind es auch.

Ein Sonnenuntergang mit nackter Kunst baut auf, denn es steht 1:0 für Schweden.

In Strümpfelbach wurde das Siegtor der Deutschen zwei Mal bejubelt.

Zum Beginn der Nacht, erhielt jeder Teilnehmer ein Leuchtarmband, damit keiner verloren geht.

Der Biergarten in der Silcher-Stube in Schnait war um 0:00 Uhr schon lange nicht mehr so gut besucht. Nur schade, dass uns niemand bediente.

Einer chirurgischen OP an offenen Füßen im Schein von Stirnlampen konnte beigewohnt werden.

Vom Sandweg in Engelberg werden Hilfe-Whats-App in Massen abgeschickt. Keiner bemerkt diese, denn es ist 2:30 Uhr in der Nacht.

In Winterbach besuchen wir um 3:30 Uhr die verkaufsoffene Nacht. Die Massen strömen.

Nach dem Sonnenaufgang am Grafenberg um 4:45 Uhr verging die Zeit wie im Flug und alle Teilnehmer joggten den Rest der Strecke, denn weniger Bodenberührung bedeutet weniger Schmerz.

In der Bäckerei Wiedmaier in Urbach kann man auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten tolle Backwaren kaufen.

Alle 24 Teilnehmer haben das Ziel in Urbach erreicht.

Die Bahn ist sowohl in Urbach als auch in Stuttgart pünktlich!

Die Strecke im Detail:
Plochingen 9:00 Uhr – Jägerhaus 11:40 Uhr – Katharinenlinde 13:30 Uhr – Württemberg 16:00 Uhr – Kernenturm 17:00 Uhr – Stetten im Remstal 18:30 Uhr – Waldhorn Lobenroth 19:30 Uhr – Strümpfelbach 21:45 Uhr – Silcherstube Schnait 0:00 Uhr – Engelberg 2:30 Uhr – Winterbach 3:10 Uhr – Grafenberg 4:40 Uhr – Haubersbronn 6:30 Uhr- Urbach 8:00 Uhr

Kennen Sie die 10 Geh-Bote des Pilgerns?

Vergangenen Sonntag machte eine Gruppe des Albvereins mit diesen Geh-Boten beim PPmC (Premium-Pilgern mit Christiane) Bekanntschaft.

Start war an der Jakobuskirche in Tübingen, wo wir nach kurzer Einführung und Übergabe des Pilgerausweises auch schon den ersten Stempel aufgedrückt bekamen.

Mit den ersten 4 Geh-Boten (1. Geh zu Fuß, 2. Geh langsam, 3. Geh leicht und 4 Geh einfach) pilgerten wir beseelt durch die Jakobs- und Judengasse hinauf zum Schloss. Unter einer blühenden Linde erhielten wir beim Summen von tausenden Bienen den nächsten Impuls.

Das Geh-Bot Nr. 5 „Geh alleine“ haben wir beim PPmC ausgeklammert, denn es tut auch sehr gut zusammen zu gehen.

Auf dem Winterweg über den Spitzberg durch den schattigen Wald pilgert sich‘s gemütlich, wenn da nicht gerade der weiße Hirsch von Ludwig Uhland durch die Büsche hüpft.

Dann öffnet sich der Wald und auf einer Kuppe kommt die fast 1.000 jährige St. Remigius-Kapelle zum Vorschein.

Nach kurzer Mittagsrast am Fuße der Kuppe geht es mit dem Geh-Bot 6 – geh lange – hinauf zur Kapelle. Dort erhalten wir Pilger die Aufgabe, einmal ohne zu plappern zu gehen und erst wieder zu reden, wenn der Hahn im Tal zum dritten Mal kräht.

Das Geh-Bot 7 – geh achtsam – ließ uns unseren Gang und unsere Umgebung spüren.

Beim vierten Krähen des Hahns folgten wir den Geh-Boten 8 – geh dankbar – und 9 – geh weiter – auf dem mit der Jakobsmuschel gekennzeichneten Weg zum Rottenburger Dom. Dort erhielten wir vom Küster den zweiten Stempel in unseren Ausweis.

Den Dom verließen wir mit dem 10. Geh-Bot: Geh mit Gott!

Welch schönes Geh-Bot, wenn gleich um die Ecke die Eisdiele mit süßen Kugeln lockt.

Wer Lust bekommen hat – PPmC geht weiter – Sonntag 01.Juli 2018 von Rottenburg zur Liebfrauenhöhe!

Mildersbachrundweg am 10. Juni 2018

Vergangenen Sonntag machte sich die Wandergruppe des Albverein Gomaringen in den Zollernalbkreis auf.

Dort gibt es das schmucke Ostdorf bei Balingen. Auch die Ostdorfer haben, dem „Hiking-Trend“ folgend, neue Wanderwege ausgewiesen. Zwar nicht als Premiumwege zertifiziert, aber trotzdem sind die Rundwege eine Reise wert.

Schon auf dem ersten Kilometer ist die Aussicht auf die Balinger Berge vom Zoller im Osten bis zum Plettenberg im Westen eine Wucht.

Wer bei schwülheißem Wetter unterwegs ist, genießt es in den von Fichten bestandenen Wald einzutauchen und hinunter zum Mildersbach zu schlendern.

Kurz nach der Mildersbachhütte beginnt, von Orchideen begleitet, der schmale, verwunschene Pfad entlang des Mildersbachs.

Ein Premiumerlebnis ohne Zertifikat.

Einziger Wehrmutstropfen war, dass vom Ende des Mildersbachtals, dem tiefsten Punkt des Rundwegs, nur ein doch recht gemeiner Schlussanstieg zurück zum Ausgangspunkt führte.

Als Belohnung zeigte sich uns zum Schluss noch der große rote Fingerhut. Ein Indiz, dass wir vom Schwarzwald gar nicht so weit entfernt waren.