Neubürgerempfang am 14. Oktober 2018

Wir bedanken uns bei allen Bürgern, ob neu oder alt, die uns am vergangenen Sonntag auf unserem Stand in der Bibliothek besucht haben.

Wer noch mehr Informationen über den Schwäbischen Albverein benötigt, findet diese hier unter gomaringen.albverein.eu.

Da wir mit einer zu optimistischen Besucherzahl gerechnet haben, muss jetzt der Ausschuss beim Vernichten der Gummifrösche und weißen Mäuse herhalten.

Wir werden uns bemühen, diese Aufgabe zu meistern!

Auf den Spuren der Kelten, Staufer und Minnesänger

Wer es schafft, die Neuffener Steige hochzufahren, erreicht nach einer kurzen Links-Rechts-Kombination den Burrenhof. Ein herrliches, wenn auch zugiges Friedhofsgelände auf der Albhochfläche. Schon die Kelten gingen sparsam mit ihrem Grundbesitz um, denn der Burren wurde mindestens zwei Mal als Friedhof genutzt.

Diese und weitere Details über die Kultur der Kelten erklärte Jürgen Hauff bei der Umrundung der Bassgeige am Rande des Heidengrabens am 15. September 2019.

Die wohlgeformte Bassgeige ist an ihren Rundungen mit schroffen Felsen ausgestattet, die zu atemberaubenden Ausblicken einluden. Ob in die ferne Landeshauptstadt oder hinunter auf das Freilichtmuseum Beuren. Einfach schön.

An der ganz privaten Burgwaldhütte war Mittagsrast mit Blick auf das Tagesziel die Staufer-Feste Hohenneuffen.

Entlang des leicht herbstlich gefärbten Albtraufs auf idyllischem Pfad, nur durch einen einzigen Wanderer gestört, näherte sich die Wanderschar dem Neuffen.

Auf breitem Weg und durch viel spazierendes und fahrradfahrendes Volk wurde der Innenhof erreicht und in Beschlag genommen.

Das Warten am Kiosk wurde mit einem schönen Rundblick über das rege Treiben sowie mit dem Erstehen von Kaffee und Kuchen belohnt.

Zum Abschluss stellte sich auf der oberen Wallanlage der Minnesänger Gottfried von Neiffen vor und rezitierte seine Verse über rote Lippen und die Liebe zur Herrin, denn

dâ gein fröit sich manic herze, wan daz mîne aleine!

Aus Gottfrieds Minne erklärte sich auch, warum der Ort „Auen“ „Owen“ geschrieben wird.

Mit dieser tiefgreifenden Erkenntnis schlenderten die so Belehrten zurück zum lieblichen Gefährt, welches alle Wandelnden wohlbehalten nach Gomaringen zurück chauffierte.

Gottfrieds Resümee des Tages lautete: Des lat mich geniessen! seht, so wirde ich froeideriche.

9. Nuff-Ra-Wanderung mit Stephes am 02. September 2018

An einem wunderschönen verregneten Sonntagmorgen machten 8 menschliche Wesen Stephes eine Freude, denn sie wollten mit ihm die 9. Nuff-Ra-Wanderung erleben.

Alle hatten gut gefrühstückt, denn die ersten beiden Kilometer hatten es in sich! Der Steilaufstieg mit 300 Höhenmeter regte den Kreislauf an, so stark, dass alsbald die Hüllen fielen.

Zwischendrin ein kurzes erholsames Stück bei der Querung der Seilbahntrasse. Eigentlich schade, dass diese sonntags außer Betrieb ist.

Transpirierend und bei einsetzendem Regen wurde das neblige Hochplateau des höchsten Balinger Berges erreicht. An der Traufkante entlang mit der Sicht ins Nichts erholte sich der Kreislauf recht schnell und es war an der Zeit über den südlichen Steilabstieg das Dach der Alb zu verlassen.

Da die obere Kellertür verrammelt war, musste in den Plettenkeller durch die untere Tür eingetreten werden. Nur bei einer Nuff-Ra-Wanderung gibt es die Möglichkeit, dass man in den Keller „hinauf“ muss.

Die Anstrengung des Anstiegs wurde durch die einmalige Landschaft des Plettenkellers belohnt. Ein idealer Ort zum Shinrinyoku (Waldbaden). Eine Auszeit für Leib und Seele.

Ein kurzer anspruchsvoller Anstieg führte zur im Nebel beleuchteten Hütte, wo der Empfang herzlich war und mit schlagfertigem Witz bedient wurde. Nach dem vorgezogenen Kaffeeklatsch erfolgte der Abstieg auf rutschigem Pfad ins Bad.

Eine an diesem Tag noch nie dagewesene Fernsicht erweiterte den Horizont. Die Sicht über den See zum Schömberger Kirchturm, fantastisch.

Beim Bad wurde auch das Spielzimmer ausfindig gemacht. Der geschäftstüchtige Lokführer legte eine Sonderfahrt für den Albverein ein. Schön die Freude in den Gesichtern zu sehen.

Die Bahnfahrt ging leider zu Ende und die Tour wurde zu Fuß fortgesetzt. Kaum zwei Ecken weiter befindet sich der Palmbühl, ein weitbekannter Wallfahrtsort. Am Brunnen beim Pilgerstüble war die Espressobar aufgebaut und schon wieder war die Freude in den Gesichtern zu sehen.

Die Schlussetappe sollte die Teilnehmer nochmals daran erinnern, dass sie mit Stephes unterwegs waren und dass es empfehlenswert ist, eine lange Hose zu tragen.

Das Resümee der Wanderung fasste Teilnehmer Nummer 9 wie folgt zusammen:

„Es war wieder alles dabei!“

Buswanderfahrt zum Campus Galli und nach Überlingen

Am 12.08.2018 luden Rita und Jürgen Renz zur Buswanderfahrt des Albvereins ein.

Bei wolkenlosem Himmel und strahlenden Sonnenschein führte uns das Bus-Navi so schnell nach Meßkirch zum Campus Galli, dass wir gar nicht glauben konnten, dass wir schon da sind.

So konnte bis zum Start der Führung die Zeit ausgiebig genutzt werden, Neuigkeiten auszutauschen, den Blick auf die Alpen zu genießen oder das Gelände schon im Voraus zu inspizieren.

Bernhard von der schönen Au, der uns über die nächsten zwei Stunden begleitete, zeigte uns anhand eines Übersichtsplans, was am Campus Galli in den nächsten Jahrzenten alles entstehen soll. Ein komplettes Kloster nach dem Sankt Galler Plan.

Während unserer Runde durch den Campus, konnten wir mitfühlen, wie beschwerlich die Arbeit im Jahre 900 war. Hier zu arbeiten wirkt entschleunigend.

Der ganze Stolz der Campus-Galli-Schar ist die Kirche beim Marktplatz. Unglaublich welche Arbeit darin steckt.

Soviel Arbeit machte schon beim Zusehen hungrig und so genossen wir unsere Mittagsmahlzeit im Schatten der Bäume.

Nach der Arbeit kam das Vergnügen. Jürgen, unser Chauffeur, fuhr uns auf unbekannten Wegen, den zahlreichen Umleitungen sei Dank, an die Seepromenade in Überlingen.

Dort folgte die Herausforderung ein Eiscafé aus der Vielzahl auszuwählen. Die Herausforderung wurde gemeistert. Erfreulich war, dass die Kugel Eis ohne Seezuschlag verkauft wurde.

Der Abholtermin unseres Chauffeurs holte uns aus unseren Urlaubsgefühlen zurück und vom blauen Wasser des Sees ging es wieder auf unbekannten Wegen zum gelben Wasser der Hirschbrauerei in Wurmlingen.

Hier kam das Urlaubsgefühl wieder zurück, denn unterm Platanenhimmel im Biergarten wurde für das leibliche Wohl gesorgt.

Auch unsere Tagesabschlussfahrt führte uns auf unbekannten Wegen, den Umleitungen sei Dank, am Dreifaltigkeitsberg und Lemberg vorbei, wieder zurück nach Gomaringen, wo uns nach einem traumhaften Urlaubstag der Alltag am Montag wieder erwartete.

Jodeln im Himmelreich – der erste Versuch!

Der schwäbische Albverein lud im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde zu einem Jodel-Schnupperkurs ein.

Fünf Kinder und drei Senioren hatten den Mut, sich vom Spieleplatz auf den Weg zum Himmelreich zu machen. Kurz vor der letzten Steigung war schon zu hören, dass unsere Jodellehrerin wohl den Weg zum Himmelreich gefunden hatte, denn ein Jodler schallte ins Tal.

Das Himmelreich war schnell erklommen und sofort begann die Jodelschule mit Cordula „Jodelxang“.

Heulen wie ein Wolf, war die erste und leichteste Aufgabe. Aber es kommt auf die Lautstärke an. Wir sollten so laut heulen, dass es auch in Dußlingen gehört wird.

Die nächste Übung bestand aus ho-u – hä-i, was schon mehr Konzentration forderte. Einige Übungen später jodelten wir mehr oder weniger zusammen den Hätt-di – hab di – Jodler, den Schuldirndl-Jodler, den Niederleger und den Goggl-Jodler mit einem kräftigen Kikeriki!

Mit Cordula und ihrem Flamingo jodelten wir einen echt rasanten Jodler.

Während einer kleinen Jodelpause wurden die Jodler von Presseleuten interviewt und der nicht ganz so musikalische Bassjodler erkundete mit den Jung-Jodlern auf der Peilscheibe die Umgebung.

Wo liegt denn Stockach und wo fließt der Neckar wurde zum Beispiel geklärt.

Nach der Pause wurde das Gelernte vertieft und auch noch ein Juchitzer ausprobiert.

Wenn etwas wirklich Freude macht, ist dies ein Juchitzer wert. So war auch der Vorschlag auf dem Rückweg an der Eisdiele einen Stopp einzulegen juchitzerverdächtig.

Jodelnd ging es schnurstracks die Alteburg- und Lindenstraße entlang zum kühlen Abschluss!

Juuuhuhuhuuu!

So klingt der Goggl-Jodler

 

Und hier noch Jodeln in Bild und Ton:

Jodeln im Himmelreich (7 MB)

Der frühe Wanderer empfängt den Sommertag!

Erstmals bot der Albverein eine Wanderung für Frühaufsteher an. Bei Sonnenaufgang ging es los. Vom Haldenplatz fast mucksmäuschenstill durch Straßen mit geöffneten Fenstern, die die morgendliche Kühle in die Häuser bringen sollte.

Mit knapp 20 °C noch recht frisch. Im Lerchenweg bog die Gruppe auf die ehemalige Bahnlinie ab und folgte dieser bis kurz vor Bronnweiler. Ausnahmsweise wurde die geplante Route verlassen, da sich doch zu viele Brennnesseln auf dem Weg tummelten und einige Teilnehmer nicht daran gedacht haben, dass sie mit Stephes unterwegs sind. Aber auch die Alternativroute am Strandbad und Wildschweintummelplatz vorbei hatte ihren Reiz.

Der Nervenkitzel wurde noch erhöht, denn der Klingenhalden-Klettersteig stand bevor. Am Seil ging es steil hinauf. Die Reißfestigkeit des Seils wurde getestet und überstrapaziert, so dass ein Teil der Gruppe in die Tiefe kullerte. Zum Glück ohne Blessuren. Nach der Reparatur des Seils, konnten alle wohlbehalten den Klettersteig durchqueren.

Die Friedenslinde war das nächste Ziel, wo die neue Bank des SAV Bronnweiler ausgiebig getestet und für sehr gut befunden wurde.

Als nächstes wurde der höchste Punkt der Tour, das Käpfle, in Angriff genommen. Da der Turm, wegen Renovierungsarbeiten gesperrt war, gab es auch keine Aussicht.

So langsam wurde es Zeit, sich in Richtung Himmelreich zu begeben. Eine fast direkte Linie wurde von Stephes gewählt. Drei Wege gab es zur Auswahl. An einem war ein Hinweisschild „Sackgasse“. Klar, dass dies der richtige Weg der Tour sein musste.

Nach einem kurzen Stück Dickicht, tat sich ein schöner Waldweg auf und danach ging es nur noch geradeaus dem Himmelreich entgegen.

Und ob sie es glauben oder nicht, dort war der Frühstückstisch bereits gedeckt.

Ein wahrlich himmlisches Frühstück folgte. Im Schatten der Bäume und mit Blick vom Zoller bis zum Schwarzwald. So ergab es sich, dass die erste Frühaufsteherwanderung ein ausgeglichenes Ergebnis in Bewegung und Ruhe hatte. 2 Stunden 40 Minuten zu 2 Stunden 50 Minuten.

Der Schlussakkord erfolgte dann mit dem Steilabstieg über den Himmelreich-Südhang. Die Gruppe war sich einig, die Frühaufsteherwanderung darf nächstes Jahr gerne wiederholt werden.

Erfolgreiche Suche nach dem beliebtesten Stein der Schwaben!

Der Albverein Gomaringen lud zu seinem Ferienprogramm am 01.08.2018 ein.

15 junge Geologen (Jungeos – ausgesprochen Dschangeos) begaben sich mit 4 Altgeos und einer Expertin (Supergeo) auf die Suche nach dem Lieblingsstein der Schwaben.

Bevor man sich auf die Suche machte, musste man zuerst mal erfahren, was ein Stein überhaupt ist? Woher er kommt? Wie er entsteht? Aus was er ist? Wie groß er ist? Und vieles mehr! Viele Fragen, die uns unsere Supergeo alle beantwortete.

Oft ist an der Entstehung Wasser beteiligt, deshalb machten sich die Jungeos auf den Weg an und in den Kirnbach.

Hier konnte das gerade Gelernte direkt in der Natur angeschaut und gespürt werden. Aus dem kühlen Bachbett führte der Weg steil bergauf in eine glühend heiße Felslandschaft.

Warum sich gerade hier in dieser Hitze der Lieblingsstein der Schwaben befindet, konnten wir nicht klären, aber wir wissen jetzt, dass der Lieblingsstein der Schwaben der Stubensandstein ist, denn dieser wurde früher zum scheuern der Holzböden genutzt. Danach wurde der Sand samt Schmutz zur Tür hinaus gefegt. Daher auch der Name „Fegsand“. Die Jungeos zogen ihre Hämmer heraus und jeder nahm sich ein Erinnerungsstück mit.

Die tropische Hitze trieb die Expedition weiter. Ein Steinwurf entfernt war der Start für das nächste Projekt. Canyoning durch eine enge Schlucht steil den Berg hinauf, im wahrsten Sinne über Stock und Stein.

Ein schweißtreibendes und hungrig machendes Abenteuer. Jetzt galt es nur noch, so schnell wie möglich die Grillstelle zu erreichen. Mancher konnte es kaum erwarten, bis das Feuer bereitet war.

Nach einer ausgiebig chilligen Mittagspause, ging es zum Rhätbonebed, der schwäbischen Kloake, also der „Mischde“! Hier ließen sich außer Exkrementen auch Haifischzähne und Wirbelteile von Dinos finden.

Kaum fünf Minuten Fußmarsch später, standen wir im Olgahain, den König Karl Eugen zu Württemberg für seine geliebte Frau Olga errichten ließ. Olga liebten aber auch die Baden-Württemberger so sehr, dass sie oft eine Straße nach ihr benannten. In Gomaringen ist das die „Pfudsgass“.

Danach gab es nur noch eins, den direkten Weg hinab zum Kirnbach, in dem zumindest die Füße Abkühlung fanden. Im Kirnbach wurden die Jungeos nochmals fündig. Nein keine Steine! Irgendjemand hatte den Bach für sein Bier als Kühlschrank benutzt und wohl nicht mehr alle Flaschen gefunden.

So standen die Jungeos zum Schluss buchstäblich im Bierbrunnen.

Ein wahrlich hammerharter erlebnisreicher Abenteuertag!

Familienwanderung mit Stephes – Im Hochsommer da wo die Alb am kältesten ist.

Eine Gruppe mit zwei Fußballmannschaftsstärken wagte am vergangenen Sonntag eine Alternative zum Freibad. Mit einem Kinder- und zwei Bollerwägen ausgestattet begann die Tour gemächlich bei der Skihütte Undingen. Den Kalkstein, ein uraltes Schwammriff, immer vor Augen.

Da die Vorderseite Naturschutzgebiet ist, konnte der Schwamm nicht direkt bestiegen werden. Die Südroute, mit einer knackigen Steigung, war die erste Herausforderung für das Team. Hier war Teambuilding gefragt, jeder durfte helfen, an den Wagen zu schieben bzw. zu ziehen. Auf dem Gipfel gab es zur Belohnung ein Leckerli.

Über die nicht ganz so steile Nordflanke erfolgte der Abstieg mit einfachem Überschlag eines Bollerwagens. Auf einem langweiligen Weg ging es an steinigen Äckern und divers blühenden Wiesen in den Burgwald. Vom Schotterweg bog ein kleiner Pfad links bergauf zur alten Burgruine der Herren von Genkingen. Dort wurde nur ein kurzer Stopp eingelegt, denn die Mägen knurrten und die Grillstelle war nicht mehr weit. Was für einen schönen Fleck sich Stephes für das Grillen ausgesucht hatte.

Mit Weitblick, ein Riesenrad, drei Windräder und viele wellige Hügel. Hier schmeckte die selbstgegrillte Wurst besonders gut.

Von unserem Ausguck konnten wir auch erkennen, dass unsere nächste Station, das Sportheim, geöffnet war. Mit schnellem Schritt überwanden wir die Talsohle mit der Hoffnung auf ein Eis. Leider war im Sportheim Eis Mangelware, so dass es dort nur für kühle Getränke reichte.

Es reifte der Vorschlag, dass nach der Schlussetappe zum Parkplatz, sich allesamt nochmals im Eiscafé in Gomaringen treffen – und Stephes lädt ein im Namen des Albvereins – zwei Kugeln für das gesamte Team. Diesem Vorschlag konnten nach sehr kurzer Diskussion alle zustimmen und er wurde auch sofort umgesetzt!

Rückblick auf die 3-Tages-Ausfahrt ins Allgäu

Am 6. Juli um 7 Uhr machte sich eine 30-köpfige Gruppe in Fahrgemeinschaften auf den Weg ins Gunzesriedertal. Nachdem das Gepäck im Hotel ausgeladen war, steuerten wir das Ziel Rettenberg an. Eine Gruppe machte sich auf, den „Rettenberg-Rundweg“ zu wandern. Leider war diese Runde nicht wie geplant möglich, da heftige Regenfälle in der Woche zuvor, große Schäden angerichtet hatten. Da das Wetter aber an diesem Tag sowieso recht nass war, wurde die Runde abgekürzt und kurzfristig in ein Café verlagert. Die zweite Gruppe wanderte „auf geheimnisvollen Wegen rund um den roten Berg“. Diese Wanderung konnte wie geplant stattfinden und war sehr abwechslungsreich.

Am nächsten Tag starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück und fuhren über den Riedbergpass nach Balderschwang. Dort wanderten wir ein großes Stück der „Balderschwanger Panoramarunde“ gemeinsam. Der steile Anstieg und die Schwüle brachte manch einen an seine Grenzen…aber nachdem wir uns mit unserem Rucksackvesper an der „Vorderen Stillberg-Alpe“ gestärkt hatten, ging es frohen Mutes weiter. Nahe des Stillbergs teilte sich die Gruppe und eine kleine Gruppe von 6 Wanderern, die noch lange nicht genug hatten, erwanderte noch den Giren- und den Heidkopf. Fast am Ende der Runde kamen wir noch an der „alten Eibe“ vorbei, dem vielleicht ältesten Baum Deutschlands. Er wird auf ca. 2000 Jahre geschätzt. Da das Wetter an diesem Tag hervorragend war, ließen wir den Abend, nach einem leckeren Essen vom Grill, auf der Terrasse des Hotels ausklingen.

Der dritte Tag führte uns an den Freibergsee. Dort fuhr eine Gruppe mit der Söllereckbahn auf den Gipfel und wanderten über Stege durchs Moor und auf Forstwegen bergab zum Freibergsee. Die andere Gruppe wanderte auf einem schönen Wanderweg rund um den Freibergsee. Während einer kurzen Rast an der Skiflugschanze nutzten ein paar wenige die Gelegenheit, diese zu besichtigen. Gemeinsam beschlossen wir unser schönes und harmonisches Wochenende mit einem gemeinsamen Mittagessen im Alpengasthof „Bergkristall“.

Wanderung auf dem Klosterfelsenweg

Vergangenen Sonntag blickten wir hoffnungsvoll gen Himmel, nur gutes Wetter und positive Einstellung wollten wir gelten lassen und wir hatten riesiges Glück. Einige Male erschallte der Ruf:“ Wenn Engel reisen…..“

In Laiz auf dem Sporthallenparkplatz begann unsere 13,6 km lange Rundtour. Wir erklommen voller Tatendrang viele, etwas rutschige und grasbewachsene Treppen hinauf auf den Borrenfelsen. Von hier oben hatten wir einen schönen Rundblick über Laiz, die Gemeinde wurde 1975 in die Kreisstadt Sigmaringen eingemeindet.

Nach dem vorsichtigen Abstieg wanderten wir auf einem Wiesenweg bis uns der Wald umfing, hier konnten wir uns auf breiten Schotterwegen in Gesprächen austauschen bis wir am bizarren Gespaltener Felsen 675 ü.N.N. ankamen. Der Aussichtsfels sieht tatsächlich aus, als wäre er durch eine mythische Riesenaxt gespaltenen worden. Der herrliche Anblick der reich in tiefem Grün bewachsenen Landschaft lies uns diesen Augenblick genießen.

Wieder umfing uns der Wald, unterwegs kamen wir am Erratischen Block (ein Irrblock, ein fremdes Gestein. Dieser Stein wurde über die risseiszeitlichen Gletscher von den Alpen hierher verfrachtet) vorbei. Ein paar Kilometer verlief der Wanderweg leicht abwärts bis zum Zigeunerfels, unserem urigen Vesperplatz.

Weiter ging es am zauberhaften Uferweg entlang der Schmeie. Ein paar Höhenmeter leicht aufwärts bis zu einem erneuten schönen Aussichtspunkt. Voll Bewunderung können wir die Burgruine Gebrochen Gutenstein auf einem steilen Felsen bestaunen. Über den Bahnhof Inzigkofen, der Brücke und entlang der Donau erreichen wir die Inzigkofer Grotten und Felsentor.

Ein schmaler Fußpfad windet sich den steilen Prallhang hinauf, steigt auf Treppen empor, überquert geschwungene Brücken und steuert den mächtigen Amalienfelsen an. Über die Lindenallee mit ihren mächtigen Bäumen und bizarren Wegen, die Teufelsbrücke, kommen wir in den Kräutergarten des Klosters.

Eine wohl verdiente Einkehr genießen wir bei schmackhaften Kuchen am Kioskkaffee. Zufrieden geht es danach auf schmalen Wegen, auf dem Deich am Wasser entlang zurück an unseren Ausgangspunkt.

Ein herzliches Dankeschön an die Wanderführer Margit und Hansjörg Walter