Wo aber auch ist der Schlossbuckel in Nehren?

Dieses Rätsel wurde vergangenen Sonntag von Alfred und Christa Blech gelöst.

Am Hang unterhalb des Schlossbuckels zeigte sich bereits der Frühling mit blühenden Schlehen, Forsythien, Schlüsselblumen, Veilchen und Traubenhyazinten.

Was eine Woche warmes Wetter in der Natur bewirken kann, unglaublich.

Etwas weiter oben gibt es, ohne Witz, Ziegen die auf Bäumen stehen und in die Ferne schauen.

Zum Aussichtspunkt führt eine sehr steile Treppe hinauf und das auf einem zertifizierten Premiumweg.

Auf dem Schlossbuckel laden eine Bank und eine Infotafel zum Verweilen ein.

Vom Schlossbuckel hat man eine herrliche Aussicht, aber nicht auf Nehren sondern auf die Alb.

Wer hoch geht, muss auch wieder runter. Der Abstieg über rutschiges Gelände gestaltete sich ähnlich schwierig wie der Aufstieg, halt in die andere Richtung.

Auf der Schlussetappe wurde noch die neue Nehrener Reptilienburg besichtigt. Man darf gespannt sein, wer dort über den Sommer einzieht.

Wer immer noch nicht weiß wo der Schlossbuckel ist, dem sei gesagt, dass der auch den Namen „Firstberg“ trägt.

Neueste Studien haben ergeben, dass

es in Gomaringen mindestens 42 Gastronomiestandorte gegeben hat.

Wer sich an einem Sonntag auf den Weg macht, diese auszukundschaften, begibt sich bei leibe nicht auf eine Sauftour, denn tatsächlich geöffnet haben davon nur sehr wenige.

Viele der ehemaligen Wirtshäuser gibt es nur noch in den Geschichtsbüchern. Umso interessanter ist es, sich mit den Angaben daraus auf die Suche zu machen, denn teilweise sind keine Straßen bekannt, sondern nur die umliegende Nachbarschaft.

Dies macht die Sache besonders diffizil im ehemaligen Zentrum von Hinterweiler, denn dort gab es die Ortsangaben „Im Weiler“, „oben im Weiler“, „mitten im Weiler“ und „unten im Weiler“.

Die neuesten Studien haben auch herausgefunden, dass im Jahre 1854 das ehemalige Gasthaus „Sonne“ von der Schattenseite auf die Sonnenseite der Bachstraße umgezogen ist.

Das Gomaringer Kneipenviertel befand sich von 1700 bis ca. 1830 an der Wiesaz zwischen dem ersten Gomaringer Hirsch und der Sonne. Auf gerade mal 300 m Wegstrecke konnte man sieben Mal einkehren.

Es gab noch viele weitere Entdeckungen, die die Teilnehmenden staunend zur Kenntnis nahmen.

Die kurzfristig eröffnete Sektbar am Stockacher Ortsrand fand ebenso Anklang wie das abschließende Abendessen in einem der ältesten Gasthäuser Gomaringens.
Der Krone.

Märzenbecher-Burgen-Wanderung mit Rainer Ganzner – wieder ein Genuss

Eines der größten Märzenbechervorkommen in Baden-Württemberg befindet sich nicht mal fünf Minuten zu Fuß entfernt vom Wanderparkplatz. Trotzdem ist die Besucherzahl sehr gering. Man muss eben wissen, wo sich diese Stelle befindet.

Und Rainer Ganzner weiß, wo diese Stellen sind und führt gerne Gruppen durch das Schelmen- und Felsental. Wer hier bei den Märzenbechern Inventur machen muss hat keinen Spaß. Hier macht es Sinn die Inventur um sechs Wochen zu verschieben, dann tut man sich wesentlich leichter.

Aber wer Rainer kennt, weiß, dass er sich nicht nur bei Märzenbechern auskennt. Ein weiteres Steckenpferd von ihm, die ehemaligen Burgen auf der Alb. Und auf der Südseite der Alb an der Donau entlang, sind es fast so viele wie Märzenbecher.

Ob verwaltet von Gundelfingen, Zwiefalten oder den Maltesern. Hier trifft man viele ehemalige Herrschaftshäuser, da die Donau breit genug war für den Handel. Da hat man die Zölle für die Durchfahrt, sicher täglich neu bestimmt, ähnlich wie heutzutage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. So hatte man hier ein gutes Auskommen mit dem Einkommen.

Kurz wurde Rainer zum Schlossherr, denn er hatte die Schlüsselgewalt für den Turm der Burg Rechtenstein. Was für ein Ausblick untermalt mit den Klängen der Guggenmusik vom herannahenden Fasnetsumzug.

Das Schlussbonbon war der Ausblick vom Hochwartfelsen auf den Zusammenfluss von Donau und Braunsel.

Einfach wieder ein Genuss.

Schwäbischer Albverein goes Kinderfasnet

Das war das Thema am Samstag 01. März in der Kulturhalle, wo die Käsperle seit gut 30 Jahren ihre Kinderfasnet veranstalten.

Schade war, dass aufgrund der enormen Sicherheitsauflagen der traditionelle Kinderumzug nicht stattfinden konnte. Wir wären natürlich gerne mitgelaufen.

So begann dieses Mal die Kinderfasnet direkt in der Halle mit dem rhythmischen Einmarsch der Käsperle und einem dreifachen Käsperle-sei-still-Ruf. Für gute Stimmung sorgten Lars und Simone und für die Musik die DJs M&M. Bei Ohrwürmern der Musik wurde gesungen, getanzt und gelacht.

Ganz kurz wurde die ausgelassene Stimmung unterbrochen, denn traditionell spenden die Käsperle jedes Jahr für einen guten Zweck aus ihrer Vereinskasse. Dieses Mal haben sich die Käsperle gedacht, dass sie für die neue Peilscheibe spenden möchten. Ein „runder“ Betrag von 333,33 € wie es sich für die Käsperle gehört. Dafür sagt der Albverein recht herzlich danke.

Danach wurde wieder getanzt (mit Brauchtumstanz), gesungen und gelacht.

Wir haben uns sehr gefreut und waren gerne Gast bei der Kinderfasnet.

Zwei Wege – Ein Ziel

Ganz in der Nähe des Parkplatzes Kohlgrube führt ein Weg in den Flöckenrain.

Nach einem kurzen Anstieg teilt sich dieser Weg. Genau hier war der eigentliche Start der Familientour „Zwei Wege – Ein Ziel“.

Eine Entscheidung links oder rechts musste gefällt werden.

Wer sich für rechts entschied, wanderte auf einem mit Gras bedeckten Weg durch den Wald, musste ab und zu über Bäume klettern und nach oben war freie Sicht zum Himmel.

Wer sich für links entschied, hatte ohne es vorher zu wissen, die Matschvariante gewählt. Hier war Geschicklichkeit notwendig, da immer wieder die Seiten gewechselt werden mussten, um nicht zu tief im Morast zu stecken. Die Schuhe und auch die Hosen bekamen trotz höchster Vorsicht Spuren vom Matsch ab.

Aber beide Wege führten zum selben Ziel. Dort gab es riesige Wilhelms-Saat-Bäume, die aus klitzekleinen Samen wachsen.

Genau hier sollten zwei Schatzkisten versteckt sein unter Bäumen, die Misteln tragen.

Und tatsächlich: Zwei prall gefüllte Kisten wurden gefunden und kurzerhand geplündert.

Nach einer Stärkung mit Zaubertrank und mit der Sonne im Rücken war der Rückweg für niemanden ein Problem, obwohl nochmals über Bäume geklettert werden musste.

Winterwanderung 2025

Die Temperatur und leichtes Schneeflöckeln passten thematisch wunderbar zur Winterwanderung. Der pfeifende Wind lies zusätzlich den Winter spüren. Aber eher in der unangenehmeren Art.

Die Hochmark zwischen Schwalldorf und Frommenhausen ist eine besondere Region in unserem Landkreis. Hoch oben über dem Neckartal geht die Hochmarkrunde am Abgrund entlang.

Mit imposanten Tiefblicken in Schluchten und mit einem phänomenalen Blick auf gut 100 Kilometer Alb, von den Kaiserbergen bis zur Zollernalb, sofern es die Wetterbedingungen zulassen.

Am Ortsrand von Frommenhausen hat der Treffpunkt Natur eine Bäume-des-Jahres-Wiese angelegt. Direkt daneben eine Laube aus Weiden, in der auch Trauungen stattfinden und wiederum daneben ein Wildbienenhotel XXL. Schon eindrucksvoll welches Engagement hier geleistet wird.

Auf der anderen Seite lädt das große weiße Kreuz zur Rast ein, wenn da nicht der kalte Wind wäre. So war der Stopp recht kurz.

Danach wurde es tierisch. Die Wolfsschlucht führt zum Katzenbach und beim nächsten Ausblick schaut man auf die Hasenäcker. Und schon ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Eine abwechslungsreiche Winterwanderung ging zu Ende und die Freude auf eine warme Stube war allen Teilnehmenden anzusehen.

Frostwanderung mit Jochen

Am Sonntag bot Jochen ein neues Wanderformat an.

Die Frostwanderung. Bei Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt war das Ziel das Milchhäusle auf dem Hofgut Alteburg.

An diesem Tag gab es dort außer Milch, auch Glühwein und Punsch. Allerdings nicht in Literflaschen sondern als Tassenportionen serviert.

Im Anschluss wurde die Käpfle-Nordwand auf schwierigem Gelände erklommen.

Bei strengem Frost wäre der Durchstieg einfacher zu bewältigen gewesen und auch das Schuhputzen wäre danach wesentlich kürzer ausgefallen.

Bei der Rundumsicht vom Käpfleturm, wurde festgestellt, dass man Stockach nicht sieht.

Mit dieser Erkenntnis ging es mit kurzem Stopp an der Friedenslinde zurück.

Alles in allem, ein genüsslicher Start in das Wanderjahr 2025.

Rückblick Hauptversammlung

Am 08. Februar 2025 fand im Schützenhaus die Jahreshauptversammlung des SAV Gomaringen statt, zu der Stephan Rilling herzlich 39 Mitglieder und Freunde begrüßte.

In seiner Begrüßung gedachte er der verstorbenen Vereinsmitglieder und lobte im Anschluss die vielfältigen Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr und gab bekannt, dass die Mitgliederzahl zum 31. Dezember 2024 auf erfreuliche 220 angewachsen ist.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die Berichte der verschiedenen Fachabteilungen präsentiert. Die Abteilungen Dokumentation, Landschaftspflege, Wege und Wandern informierten über ihre Arbeit. Besonders erwähnenswert war der Bericht aus dem Finanzwesen, der eine solide wirtschaftliche Basis des Vereins unterstrich.

Nach den Entlastungen standen Wahlen an. Für den Fachbereich Naturschutz stellte sich erneut Stephan Rilling zur Verfügung, der von den Mitgliedern einstimmig gewählt wurde.

Abschließend bedankt sich Stephan bei allen Mitgliedern für ihre Anwesenheit und ihr Engagement.

Das Vorstandsteam

Was haben der Gesangverein Harmonie und der Albverein gemeinsam?

Beide Vereine haben ihr langjähriges Mitglied Dr. Sally Adamsohn aus ihren Reihen verbannt, weil er Jude war.

Dies war nur ein Beispiel von vielen, anhand dessen die Jugendguides, sehr anschaulich darstellten, wie Ausgrenzung im Dritten Reich gelebt wurde.

Die Jugendguides aus dem Landkreis Tübingen führten am vergangenen Sonntagnachmittag Interessierte auf den Spuren des ehemaligen Dorfarztes Sally Adamsohn durch Gomaringen.

Die Geschichte des Arztes wurde durch die Stationen, wo er gewohnt und gearbeitet hat, sehr lebendig, denn dieses Leben war nicht weit weg, sondern direkt hier hinter den Haustüren, vor denen die Jugendlichen standen.

Die Jugendguides nahmen die Spaziergänger mit, auf die letzte Reise von Sally Adamsohn. Sie erzählten, wie sie selbst mit dem Zug nach Theresienstadt fuhren und mit ihren Koffern die vier Kilometer zur als Festung umgebauten Stadt zu Fuß gingen.

Nur das Rattern der Koffer war zu hören.

Eindrücklich schilderten sie Ihre Erlebnisse und ließen zusätzlich mit Tagebucheinträgen von Helga Weiss das Geschehene lebendig werden.

Unvorstellbar was damals geschehen ist.

Darum ist es so wichtig, dass Jugendguides daran erinnern, dass sich solche Lebensumstände nicht wiederholen dürfen.

Gut, dass es die Jugendguides gibt.

Einen detaillierten Bericht findest Du hier

Rückblick Mitgliederversammlung Lauftreff

Wie andere Vereine wollte auch der Lauftreff für die neue Peilscheibe eine Spende machen.

Bei der Mitgliederversammlung erklärte Susanne Ellinger, Vorsitzende des Vereins, dass dies gar nicht so einfach ist. Denn die Vereinssatzung lässt keine Spende an andere Vereine zu. Mit dem Steuergesetz 2020 trat eine Änderung im Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht in Kraft, die Spenden an andere Vereine zulässt.

Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wurden die anwesenden Mitglieder gefragt, ob sie einer Mittelweitergabe an einen örtlichen Verein zustimmen würden.

Das taten die Mitglieder mit nur zwei Enthaltungen.

Danach wurde sogleich Nägel mit Köpfen gemacht und dem anwesenden Vorsitzenden des Albvereins ein Scheck übergeben.

Der Albverein sagt vielen Dank für die Unterstützung und freut sich schon auf die Einweihung der Peilscheibe, zu der natürlich die Mitglieder des Lauftreffs recht herzlich eingeladen sind.