Middem Rädle durchs Dörf ond Länd

war der Name des Albverein-Teams beim Stadtradeln 2022.

Und obwohl Radfahren nicht unsere Hauptdisziplin ist, haben wir beachtliche 861 Kilometer zurückgelegt. Und das mit nur 6 aktiven Radelnden, was pro Teilnehmenden knapp 144 Kilometer entspricht.

Wir haben dadurch 133 kg CO₂ eingespart.

Was könnten wir uns für diese Einsparung leisten?

  • Nahezu 86 Schnitzel mit Pommes und Salat wären möglich, wobei der CO₂-Verbrauch von heimischem Salat vernachlässigbar ist. Wenn es ein Wiener Schnitzel wäre, also aus Rindfleisch, würde es gerade mal für 46 Portionen ausreichen.
  • 380 Tafeln Schokolade könnten wir naschen, sofern es 100 g Tafeln sind.
  • Wir könnten über 265 kg Äpfel von unseren Streuobstwiesen genießen.
  • Heimische Erdbeeren, jetzt gerade überall am Straßenrand zu kaufen, haben einen ähnlichen CO₂-Verbrauch wie Äpfel. Ohne Sahne könnten wir über 1.050 Portionen (250 g) Erdbeeren versohlen. Kommen zusätzlich 50 g Sahne (Vanillezucker nicht eingerechnet) oben drauf, reicht es gerade noch für gut 260 Portionen. Schmeckt aber eben auch viel besser.

 

Man kann also sehen, dass es sich durchaus lohnt, statt dem Auto das Fahrrad zu nehmen.

Aber:

Wandern ist viel effektiver, denn während für die Einsparung von einem Kilogramm CO₂ mit dem Fahrrad ca. 6,5 Kilometer zurückgelegt werden müssen, sind es beim Wandern nicht einmal 4 Kilometer.

Das Bad ist gereinigt, gelüftet und zur Inbetriebnahme bereit.

Wenn Du nicht weißt, wo sich die Waldbadewanne befindet, folge am besten dem Gomaringer Rundweg „Zu den Giganten im Wald“. Denn bei den sequoiadendron giganteum wirst Du auch die Waldbadewanne finden.

Willst Du mal mit einer Profi-Waldbaderin Waldbaden gehen, dann zögere nicht und melde Dich zum Waldbaden am 14. August 2022 von9:00 Uhr bis 12:00 Uhr an.

Unkostenbeitrag für Mitglieder 28,00 € und für Nichtmitglieder 38,00 €.

Anmeldung ab sofort unter savgom@gmail.com. Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Die Anzahl der Teilnehmer ist auf sieben Personen begrenzt. Es gilt die Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen.

Tieringen – Hörnle – Rückblick

Vergangenen Sonntag luden Hanne und Jörg zur Wanderung auf einem Hochalbpfad ein.

Eine Pfadkategorie, die es nur dort gibt, wo die Alb am höchsten ist.

Tieringen am Lochenpass eignet sich hierfür als Ausgangspunkt.

Von knapp 820 m schlängelt sich der Pfad an der Quelle der Schlichem und dem Backofenloch vorbei zur Schinderlucke knapp unterhalb der 1.000 er Höhenmarke.

Wer sich so hoch hinauf wagt, wird Richtung Norden mit einem phänomenalen Weitblick in den Schwarzwald und den Schönbuch bis Tübingen belohnt. Jäh stürzt hier die Alb über die Hörnlefelswand fast 300 m hinab.

Atemberaubend und angsteinflößend.

Richtung Süden ein ganz anderes Bild. Leicht welliges Gelände mit Weidebuchen und blühenden Wiesen.

Wer genau hinschaut, findet außer Löwenzahn und Hahnenfuß, Troll- und Kugelblume, Teufelskralle und Knabenkräuter.

Es lohnt sich zu schlendern und den Blick schweifen zu lassen.

Eine Genießertour auf sehr hohem Niveau.

Wenn Du die Schlichemquelle dieses Jahr nochmals oder zum ersten Mal erleben möchtest, dann merke Dir den 04. September 2022 vor. Da wandern wir immer an der Schlichem entlang. Von der Quelle bis zur Mündung.

Eine Tageswanderung der längeren Art.

Rückblick – Guck a´mol Wegle

Wer meint, Wolfach liege an der Kinzig, weiß nur die halbe Wahrheit, denn Wolfach liegt auch an der Wolf.

Im Wolftal zwischen Oberwolfach und Wolfach gibt es das Guck a´mol Wegle. Ein Premiumweg ohne Zertifikat, aber dafür umso schöner. Dieses Wegle wurde letzten Sonntag von uns getestet.

Wer meint, wenn man diesen Weg talabwärts wandert, es immer schön bergab geht, wird eines anderen belehrt.

Der schmale Pfad schlängelt sich an den in Ginstergelb leuchtenden Hängen entlang, mal steil bergauf, mal eben, mal steil bergab.

Wer eine Pause braucht findet alle 500 Meter eine Sitz- oder Liegegelegenheit.

Sogar zwei Tankstellen mit Trinkbarem aus heimischem Obst säumen den Weg.

Natürlich gibt es auf dem Weg unzählige Stellen um inne zuhalten und einfach zu sagen: „Guck a´mol“.

Hier weidende Kühe, dort ein Bauer der mit seinem Traktor bei der Heuernte Kreise fährt.
Hier eine tiefe Schlucht, dort ein plätscherndes Bächlein.
Hier ein Schlössle dort eine Kirche.

Alles in das saftige Grün des Frühlings und das knallige Gelb des Ginsters eingebettet.

Ein Tag, fast wie Urlaub.

Rückblick – 1. Mai 2022

55 kleine Marken-Schoko-Osterhasen, die über die Osterzeit nicht raus kamen, haben die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und sich der Wanderung von Lauftreff und Albverein am 1. Mai angeschlossen.

Beim Start in Gönningen waren sie noch frohen Mutes. Doch recht schnell bemerkten sie, dass ihre Kondition zu wünschen übrig ließ. Auf dem Buoberg, 200 Höhenmetern bergauf, waren 25 Häschen so schlapp, dass sie umgehend eingeschläfert werden mussten.

Schade, denn auf der Hochfläche war das Gras grün und saftig und lud zum Hoppeln und Hakenschlagen ein.

Aber schon bald führte der Weg hinab zu den Wiesaztalseen, wo es galt Obacht zu halten, dass auf schlüpfrigem Grund kein Absturz erfolgte. Im kristallklaren Wiesazwasser spiegelten sich die Schnäuzchen.

Fröhlich wurde zur Ramstel weitergehoppelt, wo die Hexe Walpurga Rast machte. Der Schreck saß tief und die Häschen erklommen ohne Mühe die Pfullinger Wiesen. Ein herrlich gedeckter Tisch mit Schlüsselblumen, Enzianen, Knabenkräutern und Küchenschellen. Leider ein Naturschutzgebiet und deshalb auch für Hasen tabu.

An der Grillstelle brannte schon das Feuer, was 5 Häschen nicht bemerkten und so jäh den Tod im Rachen von Pfullinger Feuermachern fanden. Kurz vor Ende der Mittagsrast spielten 20 Häschen Verstecken. Gefunden wurden sie nicht mehr.

Die letzten 5 hoppelten zum Barmkapf und von dort auf schmalem Pfad und über 7 Gräben zur Stöffelburg. Genossen ausgiebig die Aussicht auf ihre Heimat und hüpften voller Freude nach Gönningen hinab.

Beim großen Wasserfall und auf dem mit Tulpen übersäten Friedhof waren die Hoppler rekordverdächtig. Dies hatte zur Folge, dass nach Durchschreiten des Friedhoftors auch die letzten 5 Häschen ihre Löffel abgeben mussten.

Trotz traurigem Ende für die Häschen, für die Lauftreffler und Albvereinler war es ein gelungener Tag.

Yoga und Wandern – Ein gelungener erster Versuch!

Wenn der Sturm tobt bzw. der Regen fällt, gilt es als Mensch innerlich ruhig zu werden, da der Mensch den Sturm und den Regen nicht beenden kann, sagte ein weiser Mönch.

Die innerliche Ruhe zu finden und ganz den Körper zu spüren war deshalb das Ziel der ersten Begegnung von Wandern und Yoga am vergangenen Sonntag. Eine Kooperation von VHS und Albverein.

Den Regen konnten wir nicht aufhalten, große Vordächer und Garagen aber schon.

Daher wurde kurzerhand die Wegstrecke verändert. Anstatt ins Himmelreich führte der Weg in die dunkle Unterwelt. Hier überwachte uns kein höheres Wesen, sondern die firmeneigene Kamera.

Hektik ist für Yoga ein Fremdwort, so startete die erste Übungseinheit unserer Yoga-Lehrerin Margaret-Rose Mahler mit dem Finden und Spüren des Atems. Alle haben den Atem gefunden. Niemand ist umgekippt.

Weitere vier Einheiten folgten, so dass alle Körperbereiche bewegt, gedehnt und gefühlt wurden.

Zwischen den Einheiten nahmen wir unseren treuen Begleiter, den Regenschirm, an die Hand und wanderten von Garage zu Dach, von Dach zu Dach, nochmals von Dach zu Dach und zum Schluss von Dach zu Garage.

Zum Abschluss fühlten wir den Körper vom kleinen Zeh bis zur Nasenspitze. Das Fühlen bahnte sich den Weg durch alle Körperteile.

Eine wirklich interessante Erfahrung.

Darum wird es 2023 einen zweiten Versuch geben.

Bilder von A. Resch-Ebinger

Märzenbecherwanderung am 03.04.2022 – Mission impossible (unmögliche Mission)?

Kaum einer hätte gedacht, dass sich, gerade mal eine Woche nach einem sommerlich anmutenden Wochenende, der Winter mit voller Macht zurückmeldet.

Eine kleine Abordnung des Albvereins hatte das aber nicht entmutigt, trotzdem auf Märzenbechertour zu gehen, denn es könnte ja auch eine schöne Herausforderung sein, weiße Märzenbecher im Schnee zu entdecken.

Überaschenderweise war der Winter auf der Albsüdseite bei weitem nicht mit voller Macht zurückgekehrt und die Wahrscheinlichkeit die weißen Kelchblüten mit grünen Punkten zu entdecken stieg.

Die ersten Späher konnten schon bald jede Menge Seidelbaste entdecken. Deren Blüten sind rosa und sie gedeihen als kleine Büsche. Wo der Seidelbast blüht, ist normalerweise auch der Märzenbecher nicht weit.

Und tatsächlich zeigten sich die kräftigen grünen Blätter der gesuchten Spezies mannigfach.

Die weißen Kelche zu finden, gestaltete sich jedoch fast wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Aber dann, mitten im Geisinger Tal zeigten sich die Märzenbecher doch. In bescheidener Zahl, aber immerhin.

Von wegen Mission impossible – mit Geduld, geschultem Auge und etwas Glück wurde die Mission erfolgreich abgeschlossen.

Mit den Rietheimern ins Himmelreich

Am letzten Sonntag war es endlich soweit. Die Albvereinler von Rietheim haben sich auf den Weg runter nach Gomaringen gemacht um rauf auf die Alb zu schauen.

Den ersten atemberaubenden Blick zur Alb gab es vom Hummelberg, nachdem bereits das Kirchholz und der Aidelberg überwunden waren.

Den zweiten ebenso überwältigenden Blick zur Alb gab es vom Leh, wobei auch der Blick auf Stockach, die Härten und Tübingen bei den Rietheimern Gefallen fand.

Den spektakulärsten Blick zur Alb und in den Schwarzwald gab es dann vom Horn mitsamt gegrillter Wurst im Wecken und kühlem Getränk in der Hand.
Einfach herrlich.

Vorbei am Gomaringer Wasserfall ohne Wasser und am Schleifmühlen-Gestüt, immer entlang der Wiesaz auf der alten Bahnlinie zurück nach Gomaringen.

Noch ein kurzes Stolpern am Stolperstein und dann hinauf in den äußeren Schlosshof.

Hernach gab es Einblicke in die Bibliothek, die Ratsfabrik samt Amtszimmer des Bürgermeisters und als Höhepunkt der sonnenüberflutete innere Schlosshof, wo bereits Stühle in der Sonne aufgestellt und Kaffee und Hefekranz angerichtet waren.

Was für ein Abschluss!

Das ist kaum noch zu überbieten, vor allem, wenn man bedenkt, dass zehn Prozent der Teilnehmenden Bürgermeister oder Ortsvorsteher waren.

Rückblick – Mit Stephes auf der Suche nach dem Lieblingsstein der Schwaben

Vergangenen Sonntag wagten sich einige mutige Wandernde als Testpersonen mit Stephes auf die Suche nach dem Lieblingsstein der Schwaben.

Der dachte sich, was im Kinderferienprogramm ankommt, könnte auch Erwachsenen gefallen.

Und tatsächlich gab es vieles zu entdecken.

Hier einige Beispiele in Stichworten

  • Aufstieg über den Hägnach-Trail (Schwierigkeitgrad – schwierig)
  • Begegnung mit einem netten Mountainbiker
  • Vorbeiflanieren an Baumstämmen, die viele Tausend Euro kosten
  • Abstieg zum Kirnbach und Schlendern auf dem Dino-Pfad (Schwierigkeitsgrad – leicht)
  • weiterer knackiger Aufstieg zum Olgahain auf dem Olga-Trail (Schwierigkeitsgrad – mittel)
  • alle die dabei waren, wissen nun, warum die Gomaringer Fuzgass eigentlich Olgastraße heißt
  • Abstieg zur reichsten Abtei in Württemberg im Mittelalter
  • Bewundern eines Glockenkirchturms aus Stein, der eigentlich gar nicht sein dürfte
  • “Hier war ich noch nie!” – die etwas beunruhigende Aussage des für die Tour Verantwortlichen
  • Schlussanstieg über einen namenlosen Trail (Schwierigkeitsgrad – unbekannt)

 

Und natürlich haben wir auch den Lieblingsstein der Schwaben gefunden.

 

Broschüre „Naturschutz vor der Haustür“ erschienen

Albvereins-Tipps für mehr Artenschutz im heimischen Garten – Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ erschienen

Es ist still geworden in der Natur. Das Zwitschern der Vögel wird weniger, es fehlt das Brummen und Summen von Insekten, das Zirpen der Grillen. Zum Tag des Artenschutzes am 3. März ruft der Schwäbische Albverein dazu auf, mit dem Artenschutz vor der eigenen Haustüre anzufangen. „Jeder und jede einzelne kann etwas gegen die Verarmung der Natur und für mehr Artenvielfalt tun“, betont Katharina Heine, Naturschutzreferentin des Schwäbischen Albvereins, „sei es im eigenen Garten, auf der Streuobstwiese oder auf Terrasse und Balkon.“

Mit Nisthilfen und Tränken für Vögel, Insektenhotels, der Anlage eines Gartenteichs und einer naturnahen Gartengestaltung mit Blumenwiesen, wilden Ecken, heimischen Gehölzen und dem Verzicht auf künstlichen Dünger und Gift im Garten lässt sich auch auf kleinen Flächen Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren schaffen. Ein Plus für den Menschen: So entstehen auch lauschige Plätzchen für die eigene Erholung.

Mit seiner neuen Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ gibt der Schwäbische Albverein Tipps, wie im eigenen Garten statt Zierrasen und Schotterflächen artenreiche Lebensräume entstehen können. In dem Heft finden sich Bauanleitungen etwa für Nistkästen oder Behausungen für Wildbienen und Hummeln, Tipps zum Anlegen von naturnahen Gärten, Trockenmauern und Hecken oder zur Pflege von Streuobstwiesen. Dazu gibt es QR-Codes mit Links zu weiterführenden Informationen.

Die Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ ist kostenlos. Sie ist gedruckt und als Download erhältlich.

Der Schwäbische Albverein setzt sich als anerkannter Naturschutzverband für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt ein. Er besitzt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, artenreiche Blumenwiesen und wertvolle Feuchtgebiete, auch in Gomaringen. Als einziger Naturschutz verband unterhält der Verein einen hauptamtlichen Landschaftspflegetrupp. Dieser pflegt – unterstützt von hunderten Ehrenamtlichen – vereinseigene und kommunale Naturschutzflächen.