Yoga und Wandern – ein Genuss. Vielleicht sogar ein Muss

Am letzten Sonntag fand zum zweiten Mal Yoga und Wandern in Kooperation mit der VHS statt.

Bei glücklich machendem Wetter (Sonne-Wolken-Mix) und Blick zum Roßberg wurde zu allererst alles geschüttelt was sich schütteln lässt. Und es lässt sich viel schütteln, nicht nur James Bonds Martini.

Lockeren Schrittes, mit einer achtsamen Brezel in der Hand, ging es durchs Bohnenland zum ersten blühenden Birnbaum. Im Blütenrausch, der etwas streng riechenden Blüten, wurde von Kopf bis Fuß gedehnt. Und wenn schon Bäume da sind, wurden diese in die Übungen mit einbezogen. Ein neugieriger Hund hätte gerne mitgemacht, beim Bein heben am Baum.

Weiter führte die Strecke durch blühende Landschaften hinauf zum Horn. Wer hätte gedacht, dass die Feuerstelle ein idealer Helfer für die nächste Dehnungsübung sein könnte. Hoch das Bein, einhängen an der Stahlkante und dann mit dem Standbein in die Knie. Das zieht.

Die Mondsichel, auch eine Übung, zieht auch.

Hernach luden die Bänke zu einer gemütlichen Übung ein. Hinsitzen und Beine baumeln lassen. Wer mochte auch mit Schwung.

Aber weiter ging es zu einer frisch gemähten Wiese mit jungen Bäumen. Natürlich durfte hier der Yoga-Baum nicht fehlen. Einmal links und einmal rechts, damit die Wurzeln nicht zu tief in den Boden schießen.

Und schon nahte sich das Ende. Wieder unter einem blühenden Birnbaum die letzte meditative Einheit.

Drei Stunden, vergangen wie im Flug.

Rückblick zur Rietheimer Schwende

Wer am vergangenen Sonntag mutig war und trotz des unbeständigen Wetters sich mit uns auf den Weg nach Rietheim gemacht hatte, erlebte einen sehr abwechslungsreichen Tag.

Und das nicht nur beim Wetter.

Erst ging es auf den Spuren des jungen Bürgermeister Heß durch den Ort. Im ehemaligen Konsum in der Münsinger Straße, unterhalb des Märzenbecherbuckels, verbrachte er seine frühe Kindheit.

Über die europäische Wasserscheide am Spielplatz vorbei führte sein Weg in den Kindergarten, wenn er nicht den kürzeren aber gefährlicheren Weg an der Hauptstraße, die auch heute noch keinen Gehweg hat, entlang lief.

Vom Kindergarten führte uns der Weg zum Onkel, der Ortsvorsteher von Rietheim ist. Hier wurde innerlich aufgewärmt, was nach dem morgendlichen Schneefall wohltuend war.

Durch das Naturschutzgebiet Höhnriß, wo die ersten Küchenschellen hervorblitzten, erreichten wir die Schwende, sozusagen das Horn von Rietheim. Am Feuer wurden die ersten Würste gegrillt. Wieder wurde es einem warm ums Herz.

Mit dem Videoscope versuchten wir die Alpen zu erblicken, was auch bei genauerem Hinsehen nicht gelingen wollte.

Das Dottinger Sportheim und die Skihütte, das Hard-Rock-Cafe von Dottingen, waren geschlossen, was aber unserer Stimmung nicht schadete, denn uns war Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte in der Rietheimer Moste gewiss.

In unmittelbarer Nähe steht die Dorfkirche, in welcher der kleine Bürgermeister getauft wurde und die wir Gomaringer vor über 250 Jahren mit finanziert haben.

Hochgehackert – Rückblick

Am 05.März 2023 luden Alfred und Christa zur Wanderung ein. Dieses Mal auf den Premiumwanderweg „hochgehackert“ direkt an der B 312 bei Pfronstetten.

Hochgehen muss man erst mal nicht. Im Gegenteil es geht steil nach unten ins Tiefental, in welchem sich auch der Phänopfad befindet. Ein Pfad der auf ansprechende Weise physikalische Phänomene aufzeigt.

Das Tiefental schlängelt sich durch eine Landschaft mit Fels- und Baumformationen die seinesgleichen sucht. Und mittendrin Flächen übersät mit weißen Blumen. Wer denkt, das wären Märzenbecher liegt falsch. Schneeglöckchen in einer Fülle, die man so wohl sehr selten zu Gesicht bekommt.

Irgendwann geht es dann doch hoch, so dass der Weg zumindest ein wenig seinem Namen „hochgehackert“ entspricht.

Oben angekommen ändert sich der Weg komplett. Vom engen Tal weitet sich der Blick über ausgedehnte Wiesen und steinige Äcker, die dem Premiumweg den Namen gaben.

Eine wunderschöne Wanderung direkt an der Bundesstraße 312, die wohl die meisten schon viele Male gefahren sind, ohne zu wissen, welch sehenswerte Natur sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Jetzt anmelden und dieses Jahr zusammen erleben

Ab sofort sind Anmeldungen für folgende Veranstaltungen möglich:

08.. bis 11. Juni 2023
Wanderwochenende in Schwäbisch Gmünd – Anmeldung bei Margit und Hansjörg Walter – Tel. 0 70 72.86 93

16. bis 17. Juni 2023
Outdoor –  Erste Hilfe Kurs – Anmeldung savgom@gmail.com

24. und 25. Juni 2023
24-Stunden-Wanderung – Anmeldung bei Margit und Hansjörg Walter – Tel. 0 70 72.86 93

25. bis 27.August 2023
Wanderwochenende auf der Bromatsreute – Anmeldung bei Sebastian Renz – Tel. 0 15 78.9 13 89 58

Winterwanderung 2023

Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit. Lauftreff und Albverein luden zur Winterwanderung ein.

Wer denkt, man hätte nur von Gomaringen oder der Härten einen schönen Blick auf die Alb, dem sei anzuraten, den ersten Streckenabschnitt der diesjährigen Winterwanderung anzuschauen.

Hinter Walddorfhäslach erhebt sich zwischen Neckar und Schaich ein Bergrücken mit einem Albblick, der seines gleichen sucht. Der Albblickstein weist auf ein Panorama von der Teck bis zum Zoller, sofern sich der Nebel im Neckartal hält oder aber gar nicht da ist.

Ein leichtes Rauschen begleitet einen auf dem Weg zur Sonnenuhr. Es ist aber nicht der Wind, der durch die Bäume bläst, nein es ist das sogenannte „Grundrauschen“ der nahegelegenen B27. Hier rauscht der Verkehr seit knapp 40 Jahren vierspurig. Mehr als elf Mal so viele Jahre steht die Sulzeiche am Wegesrand. Ein Naturdenkmal aus der Kategorie „sehr sehenswert“.

Das schattige und kühle Schaichtal, für heiße Sommertage bestens geeignet, zeigt sich im Winter mit Eis an den Bachufern und in den Seen. Optimal für Eisbadende, die, sofern es sie überhaupt gibt, entweder schon weg waren oder erst noch kommen.

Aufgrund der Kühle gestaltet sich die Mittagsrast eher kurz.

Der Rückweg führt fast schnurgerade bergan und erwärmt die frierenden Körper.

Auf der Rückfahrt in der Mittagssonne, lässt sich erahnen, welch fabelhafter Blick sich vom Albblickstein ergibt.

Rückblick Jahreshauptversammlung 2023

Am Samstag, den 11. Februar 2023 trafen sich 45 Mitglieder des Schwäbischen Albvereins Gomaringen zu ihrer Jahreshauptversammlung im Schützenhaus.

Stephan Rilling begrüßte die Anwesenden. In seiner Begrüßung gedachte er den Verstorbenen, lobte die Aktivitäten des Vereins und verkündete, dass die Mitgliederzahl am 31.12.2022, 214 betrug.

Nach der Begrüßung folgten die Berichte der einzelnen Fachbereiche, wie Naturschutz, Wege, Wandern, Dokumentation und Finanzen. Nach den Entlastungen galt es die Verantwortlichen für die Fachbereiche Naturschutz und Landschaftspflege, Finanzen und Kassenprüfung zu wählen. Sebastian Renz, Rita Renz, Johann Kraus und Hansjörg Walter haben sich bereit erklärt, sich für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung zu stellen. Alle wurden einstimmig gewählt.

Nach dem 20. Jahresrückblick von Jörg Jörgens, wurde Rita Renz für 25 Jahre als Verantwortliche für den Fachbereich Finanzen gedankt. Jörg Jürgens, der sich nach 20 Jahren im Vorstand, aus diesem Amt verabschiedete, wurde ebenfalls für seine jahrzehntelange Tätigkeit gedankt.

Gute Vorsätze für das neue Jahr

Zehn Jungs haben sich für 2023 vorgenommen

  • sich mehr zu bewegen
  • mehr raus in die Natur zu gehen
  • sich für den Erhalt von Kulturlandschaften einzusetzen
  • sich ehrenamtlich zu betätigen

Letzten Samstag wurde der Vorsatz im Biotop Birken beim Bikepark in die Praxis umgesetzt.

Alle zehn Jungs

  • haben sich wesentlich mehr bewegt.
  • waren einen Morgen lang mit der Natur auf Du und Du, manch einer sogar durch und durch.
  • sich für den Erhalt von Kulturlandschaften eingesetzt
  • sich ehrenamtlich betätigt

Und das alles hat nichts gekostet – ganz ehrlich!

Zum Schluss gab es sogar noch für umme, Getränke und lecker belegte Wecken und ein Nikolaus wurde buchstäblich auch noch vernichtet.

Es kann so einfach sein, mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr.

Gibt es auch Mädels mit guten Vorsätzen für das neue Jahr? Ja, zumindest eine, die für die Wecken gesorgt hat.

Mutscheln 2023 – eine Mutschel erzählt.

Mitten in der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ich gebacken und in einen Karton gepackt. Rita hat mich abgeholt und am Abend mit den selbst gemachten Kutteln und der Gulaschsuppe ins Schützenhaus gebracht. Nach dem Essen wurden wir Mutscheln auf einem separaten Tisch zum Kauf präsentiert.

An den Spieltischen warteten schon viele Menschen, jeweils ein Würfelbecher und sechs Würfel auf den Start. Als ich ausgewählt wurde, spielten die Menschen das naggede Luisle, ein lustiges Würfelspiel mit drei Würfeln, jedoch ohne eine nackte Luise. Nach mehreren Runden stand der Sieger fest und ich verschwand von der Bildfläche.

Noch lange hörte ich die Menschen spielen und lachen. Es muss ein lustiger Abend gewesen sein.

Silvesterwanderung 2022

Bereits zum dritten Mal machten sich Lauftreff und Albverein gemeinsam auf den Weg, um am Silvesternachmittag den Jahresausklang mit einer Wanderung zu beginnen.

Um bei milden Temperaturen etwas Wintergefühl zu spüren, ging es zum höchsten Punkt im Landkreis Reutlingen, denn das Sprichwort sagt, auf der Alb ist es einen Kittel kälter.

Bei zweistelligen Plusgraden am 31.12. auf der Alb unterwegs zu sein, ist nicht alltäglich. Schon dies machte die Wanderung besonders. Doch am Bolberg zeigte sich, wie schnell sich Temperaturen ändern können, wenn sich die Sonne für eine Weile versteckt. Von wegen ein Kittel kälter!

Der Föhnwind bewegte nicht nur die Windräder auf dem Himmelberg, sondern brachte auch fabelhafte Fernsichten. Die weißen Gipfel der Alpen zeigten sich im Licht der untergehenden Sonne und fast schon künstlerisch verwandelten sich die Wolken am Himmel in unterschiedliche Orangetöne.

Ein Schauspiel, so schön wie ein Feuerwerk!

Sicher Wandern im Winter

Karin Kunz von der Wanderakademie gibt praktische Tipps zur Tourenplanung und zur richtigen Ausrüstung in der kalten Jahreszeit.

Weiß überzuckerte Landschaften, dazu oft winterliches Hochdruckwetter mit Sonnenschein und klarer Sicht – Wandern im Winter hat seinen Reiz. Allerdings gibt es bei der Tourenplanung und der Wahl der Ausrüstung einiges zu beachten.

Angepasste Tourenplanung
Im Winter sind die Tage kurz, die Sonne geht spät auf und früh unter. Deshalb sollten auch die Touren kürzer sein als im Sommer. Im Winter ist es oft schon um 16:30 Uhr stockdunkel. Im Dunkel besteht die Gefahr sich zu verlaufen oder zu verletzen. Wer dennoch eine längere Tour plant, sollte deshalb schon bei Tagesanbruch starten, besonders vorsichtig sein und auf jeden Fall eine Stirn- oder Taschenlampe mitnehmen.

Achtung rutschig!
Im Winter sind die Wege oft vereist– vor allem in schattigen und steilen Waldstücken. Und auch wenn es nicht so kalt ist, besteht durch Nässe oft Rutschgefahr. Wanderwege werden nicht geräumt und gestreut. Deshalb ist gutes Schuhwerk mit einem ordentlichen Profil –auch beim Wandern in Mittelgebirgen und im Flachland – empfehlenswert.

Warm anziehen:
Bei frostigen Temperaturen kühlt man auch beim Wandern schnell aus. Warme und atmungsaktive Funktionskleidung ist für den Winter optimal. Und davon mehrere Schichten übereinander. Über die lange Unterwäsche kommt etwa ein Fleecepulli. Dann eine wasserdichte Winterjacke. Der Vorteil an diesem Zwiebellook: Bei einem schweißtreibenden Anstieg kann man eine Schicht ausziehen, bei beißendem Wind zieht man sich eine Lage mehr drüber. Wichtig außerdem: Mütze, Schal und Handschuhe nicht vergessen!

Sonnenschutz im Winter
Die Sonnenbrandgefahr ist gerade im Winter besonders groß. Mit jedem Höhenmeter nimmt die Sonnenstrahlung zu. Schnee verstärkt die Strahlung zusätzlich. Also vor der Wanderung gut eincremen und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Vor allem bei Schnee ist eine Sonnenbrille unabdingbar.

Wanderrucksack mit Winterausrüstung
Neben der Verpflegung gehört im Winter auch eine Thermoskanne mit einem warmen Getränk in den Rucksack. Dazu eine Outdoor-Sitzauflage. Damit lässt sich dann auch im Freien gut eine Pause einlegen.
Wer gerne mit seinem Handy oder einem GPS-Gerät navigiert, sollte unbedingt eine geladene Powerbank im Rucksack haben. In der Kälte entladen sich Akkus sehr schnell. Eine Wanderkarte als Sicherheit mitzunehmen, ist kein Fehler.

Wandern im Schnee
Liegt hoher Schnee, schützen Gamaschen vor unerwünschter Nässe im Schuh. Auch Schneeteller an den Wanderstöcken können dann hilfreich sein. Und wer gerne durch den Tiefschnee stapft, sollte es mal mit Schneeschuhen probieren. Die gibt es bei uns zum Ausleihen. Weitere Infos gibt es hier