SAV Bergtour 2025 – Gipfelglück und Wetterkapriolen

Die Wettervorhersage – durchwachsen! Die Vorfreude- riesig! Die Stimmung – mega! Mit diesen Zutaten startete die zweite Bergtour des SAV Gomaringen. Am Freitagmorgen machten sich sieben gut gelaunte Bergmädels auf ins Montafon – bereit für Abenteuer, Alpenglühen und einer Extraportion Hüttenfeeling.

In Gaschurn wurde das Blech geparkt, die Bergstiefel geschnürt, die Rucksäcke geschultert. Los ging’s Richtung Tübinger Hütte 2200 m – begleitet von Sonnenschein, einem lauen Lüftchen und dem beruhigenden Rauschen des Garnerabachs. Der erste Boxenstopp auf der Garnera-Alpe kam wie gerufen – schließlich wollten wir nicht schon am ersten Tag an Unterzuckerung scheitern.

Auf der Hütte angekommen bezogen wir unser Lager und machten uns mit der „Hüttenromantik“ vertraut.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen war erstmal Wetter checken angesagt – und siehe da: Für den Nachmittag kündigte sich ein heftiges Unwetter an. Kurzerhand wurde die geplante Route angepasst und der Hochmaderer ins Visier genommen und so tauchten wir ein in die wunderschöne Bergwelt der Silvretta.

Am Hochmaderer Joch auf 2505 m angekommen, teilte sich die Gruppe: Die einen ließen es gemütlich angehen, suchten sich ein sonniges Plätzchen zum Vespern und Aussicht genießen, während die anderen den Gipfel auf 2823 m erklommen.

So kam jede auf ihre Kosten. Bei Kaffee & Apfelstrudel auf der Hüttenterrasse wurde dann das Erlebte ausgetauscht. Kaum war der letzte Krümel gegessen, legte auch das angekündigte Unwetter los: Starkregen, Hagel, Blitz und Donner – die Natur gab ALLES.

Am nächsten Morgen: eitler Sonnenschein als wäre nie was gewesen. Wir genossen ein letztes gemütliches Frühstück, räumten unser Lager, schnürten unsere Bergstiefel, schulterten unseren Rucksack und dann ging´s talwärts, mit müden Beinen, vollem Herzen und der Vorfreude auf die nächste Bergtour 2026.

Heukranzbinden mit der Familiengruppe

Vor der praktischen Übung gab es Theorie. Wir lernten die Wilde Möhre, die Mädesüß und die Schafgarbe kennen. Alle Blumen mit weißen Blüten, die trotz der Trockenheit im Juli auf den Wiesen und im Garten blühen.

Zwei gelbe Blumen haben wir auch noch kennengelernt. Das gesunde Johanniskraut und das giftige Jakobskreuzkraut.

Alle machen sich gut in einem Heukranz.

Also machten wir uns an die Praxis. Aus langen dürren Grashalmen wurde ein Kreis geformt und dieser mit einer Schnur oder Draht gefestigt. Weitere Grashalme kamen hinzu, damit der Ring dicker wurde.

Nun kam der schwierigere Teil. Eine Vielzahl von Blumen, Gräsern, Zapfen und Bändern stand zur Auswahl mit denen der Heukranz geschmückt werden konnte.

Trotz der Schwierigkeit wurde die Aufgabe von allen gut gemeistert und jeder Kranz bekam seine ganz eigene Note.

Alle wunderschön.

An so mancher Haustür in Gomaringen wird nun ein solcher Kranz hängen.

Die Peilscheibe ist zurück!

Vor fast genau einem Jahr bat Frau Walderich vom GEA um ein Gespräch über die Albvereinsgruppe Gomaringen. Das Horn erschien uns als passende Location. An jenem Abend stellten wir mit großer Bestürzung fest, dass die Peilscheibe nicht mehr da war, wo sie ihren eigentlichen Platz hatte, nämlich zentral zwischen den beiden Hornbänken.

An den darauffolgenden Tagen haben wir das Horn abgesucht, sogar Drohnen eingesetzt, aber die Peilscheibe war nicht mehr auffindbar.

Dass die Peilscheibe Vandalen zum Opfer fiel, machte sehr viele in Gomaringen und Umgebung traurig und auch wütend.
Für uns vom Albverein war es ein Schock. Wer hat so wenig Respekt vor Dingen, die von anderen ehrenamtlich errichtet werden? Unfassbar für uns.

Nachdem der erste Schock verdaut und die Peilscheibe weiterhin nicht auffindbar war, entstand die Idee einen Spendenaufruf für eine neue Peilscheibe zu starten. So nach dem Motto jetzt erst recht.

Anfang Oktober starteten wir den Spendenaufruf. Die Spendenbereitschaft war so riesig, dass wir bereits zu Weihnachten 2024 die benötigten 10.000,00 € zusammenhatten. Das war großartig und dafür danken wir allen, die gespendet haben.

Nach einem Jahr mit einem Provisorium konnten wir am Samstag 12. Juli 2025 die neue Peilscheibe der Öffentlichkeit übergeben, denn die Peilscheibe gehört allen.

Auf die Begrüßung der neuen Peilscheibe wurde danach angestoßen. Das machte umso mehr Spaß, da die Kosten für Getränke und Würste die Albvereinsgruppe Gomaringen übernahm.

 

Liebe Abiturienten des KvFG,

herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur.

Schön, dass Ihr nach Eurem Abiball auf dem Horn weitergefeiert habt.
Das habt Ihr Euch verdient.

Ihr sollt mal die Elite Deutschlands werden.

Wir konnten feststellen, dass Ihr beim Konsum von hochprozentigem Alkohol nah an der Elite dran seid.

Beim Umgang mit Euch kostenlos zur Verfügung gestellten Freizeiteinrichtungen und der Entsorgung des hinterlassenen Mülls seid Ihr aber noch sehr weit von der Elite entfernt.

Von den zukünftigen Abiturienten wünschen wir uns mehr Respekt vor den Freizeiteinrichtungen, die Ehrenamtliche für uns alle aufgebaut haben.

Wanderwochenende des SAV in Schwäbisch Gmünd

Von Donnerstag, den 19. Juni, bis Sonntag, den 22. Juni 2025, hat sich wieder eine bunt gemischte Truppe von 18 unternehmungslustigen Wanderern bereits das zweite Mal auf den Weg nach Schwäbisch Gmünd in die wunderschöne Unterkunft auf dem Schönblick gemacht, um ein Wochenende wandernd im Grünen zu verbringen.

Pünktlich an Fronleichnam ging es los und unser erstes Ziel auf dem Weg nach Schwäbisch Gmünd war das Sportheim in Hohenstaufen. Der schöne und dank der fleißigen Vegetation auch schon ein kleines bisschen abenteuerliche Weg hat uns mit einer herrlichen Aussicht belohnt – die ganz Eifrigen haben vor der leckeren Mittagpause bei Kaffee und Kuchen erst noch den Gipfel des tatsächlichen Hohenstaufen erklommen und die dort noch etwas großartigere Aussicht ins Weite genossen :-).

Den Abend haben wir gemütlich beim schon vom letzten Mal bekannten „Italiener gegenüber“ ausklingen lassen.

Am nächsten Tag ging’s mit Bus und Zug problemlos nach Lorch und von dort durch die wunderschöne Schelmenklinge aufwärts nach Bruck. Der ordentlich steile Aufstieg wurde uns durch die von der dortigen Albvereinsgruppe liebevoll gepflegten Wasserspiele im Bach entlang des Weges sehr versüßt. In Bruck angekommen gab es sogar eine Selbstbedienungsstation für leckeres Eis. Auch diese – unsere für dieses Mal längste – Wanderung war abwechslungsreich und mit kleinen Abenteuereinlagen garniert.

Abends durften wir auf dem Schönblick von dort organisiert grillen – ein besonderer Dank unseren fleißigen Grillmeistern in unserer Gruppe, die den Grill dann tatsächlich betreut haben.

Unser nächstes Ziel am dritten Tag war nach kurzer Fahrt ein Wanderparkplatz, von dem es durch’s Leintal zum Reichenbachstausee ging, in dem die ganz Verwegenen und Junggebliebenen dann sogar ein erfrischendes Bad genommen haben. Auch hier war der Weg das Ziel und wir haben uns an der abwechslungsreichen Tour samt wunderbar weichen Moosböden und zauberhaften Waldwegen und der vielen Zeit an der frischen Luft gefreut.

Und schon stand unsere letzte Tour an, die uns zum derzeit abgelassenen Herrenbachstausee geführt hat und einen Teil der Gruppe noch zum sehr interessanten Kloster Adelberg und einer dort noch erhaltenen Kapelle für die „einfachen Leute“. Der kurze Weg in der prallen Sonne dorthin hat sich gelohnt und hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir der netten Führerin vor Ort sicher noch ein Weilchen zugehört.

Das Thermometer stieg Tag um Tag, so dass wir wirklich froh waren, dass die Wege größtenteils im angenehm schattigen Wald verliefen, so dass auch bei diesen Temperaturen die Freude am Wandern nicht verloren ging. Unseren wohlverdienten Abschluss haben wir im Biergarten der Zachersmühle mit reichlich kühlen Getränken genossen, bevor es nach vier herrlichen und erlebnisreichen Tagen auch schon wieder nach Hause ging.

Unterwegs haben wir übrigens dreimal was verloren (eine Sonnenbrille, einen Sonnenhut und Wanderstöcke) und wunderbarer Weise auch dreimal wieder gefunden. Nicht nur das Haus, auch der Wanderweg verliert nichts.

Ein herzliches Dankeschön wieder an Margit und Hansjörg Walter für die tolle Organisation, besonders für die immer auch mitgedachten kürzeren Varianten, so dass wirklich alle Teilnehmenden das für sie jeweils Passende gefunden haben und alle auf ihre Kosten kamen. Die Ostalb ist eine spannende Ecke, die doch einen anderen Charakter als „unsere“ Alb hat, so dass es viel Neues zu sehen und zu entdecken gibt. Gerne wieder!

Letztes Jahr der Tonbachsteig, dieses Jahr der Panoramasteig

Beides Genusswege in der 8 Michelin-Sterne-Region Baierschbronn.

Und die Albvereinsgruppe Gomaringen mitten drin. Susanne, unsere lokale Wanderbegleitende, führte uns in bewährter Art auf die Höhen von Huzenbach, Schönmünzach und Schwarzenberg über dem Tal der Murg.

Dieses Mal hatte Sie ein besonderes Bonbon in Ihre Tour eingebaut. Der Verlobungsfelsen sollte mit seiner Premium-Aussicht die Mittagspause zu einem besonderen Erlebnis machen.

Dass just beim Erreichen des Felsens auch eine Gewitterfront diesem einen Besuch abstattete, war so nicht geplant. In rasendem Tempo kam der Regen um die Ecke, so dass schützende Reaktionen der Teilnehmenden praktisch unmöglich waren. Auch ein Unterschlupf in einer Höhle konnte nicht verhindern, dass der Regen bis auf die Unterwäsche vordrang.

So schnell wie der Regen kam, war er auch wieder weg und wenige Kilometer später konnte auf der Terrasse des Panoramstübles in der Sonne der Kaffee genossen und die Kleidung getrocknet werden.

Der Rest der Strecke gestaltete sich dann relativ unspektakulär in regelmäßigem Auf und Ab zurück zum Ausgangspunkt, wo nur noch geringe Anzeichen vom Besuch des Gewitters an den Kleidungsstücken zu erkennen waren.

Ein Hoch auf Funktionskleidung.

Was wäre wohl die Archäologie, wenn es den Maulwurf nicht gäbe.

In Bronnweiler hat ein Maulwurf den Tipp zu einer ehemaligen Siedlung gegeben, denn oben auf seinem Haufen lag eine Keramikscherbe.

Christoph Zürn, ehrenamtlicher Archäologe des Landesdenkmalamts hat diese Scherbe gefunden und dadurch eine Berechtigung erhalten, weitere Suchen im Wald und auf angrenzenden Äckern durchzuführen. Mit geschultem Auge und Metalldetektor machte er sich auf die Suche. Dabei fand er einiges. Scherben aus Keramik, Gürtel- und Schuhschnallen, Ringe, Münzen, Knöpfe, Eisenschwämme und Schlacke. Manchmal wurde es auch gefährlich, weil Munition und Waffen zum Vorschein kamen.

Mit einer besonderen Aufnahmetechnik aus der Luft, konnte er auch den ehemaligen Verbindungsweg zwischen Bronnweiler im Tal und der nicht mehr vorhandenen Siedlung auf der Hochfläche herausfinden. Heute ein wenig begangener Weg im Wald, mit einer moderaten Steigung, um auch mit vollem Handkarren oder Ochsengespann von unten nach oben zu kommen.

Zum Schluss zeigte uns Christoph noch etliche Fundstücke aus seiner Sammlung auf Bronnweiler Gemarkung.

Beachtlich, was alles so rumliegt.

Spendenwanderung 2025 eine gute Sache

Zum ersten Mal hat sich die Albvereinsgruppe Gomaringen an der Ausrichtung der Spendenwanderung der Kreissparkasse Tübingen und des Tübinger Gaus beteiligt.

Knapp 30 Personen haben fast 750 Spendenwandernde auf fünf unterschiedlichen Strecken begleitet. Dabei wurden ungefähr 5.000 Kilometer gewandert.

Für jeden Kilometer spendete die Kreissparkasse einen Euro für einen guten Zweck. So hat die Albvereinsgruppe Gomaringen mitgeholfen, dass Projekte im Landkreis Tübingen mit insgesamt 5.000,00 € unterstützt werden.

Eine beachtliche Summe.

Und dies, obwohl das Wetter beim Start alles andere als optimal war.

Von der Leitung des Tübinger Gaus, erhielten wir folgendes Zeugnis:
„An dieser Stelle danke ich der Albvereinsgruppe Gomaringen ganz herzlich für ihr überragendes Engagement für das Gelingen dieser Veranstaltung.“

Unser nagelneues Roll-Up haben wir natürlich bei der Gelegenheit gleich präsentiert. Ein herzliches Dankeschön an die Kreissparkasse Tübingen für die finanzielle Unterstützung.

Siebte 24-Stunden-Wanderung – ein Selbstläufer

Obwohl Mitte Mai die Nächte noch länger und kälter sind als im Juni, nahmen 34 Wagemutige die Herausforderung 24 Stunden unterwegs zu sein an.

Das bewährte Orga-Team Margit, Dagmar, Hansjörg und Siegfried hatten wieder eine spezielle Strecke ausgearbeitet mit Höhen und Tiefen, Bächen und Flüssen, Klostern und Kirchen, Störchen und Reihern, Burgen und Türmen, Brücken und Tunneln, Schotterwegen und Naturpfaden, Bäumen und Blumen.

Dazwischen gab es, wie auf einer Perlenkette aneinandergereiht, Pausen, auf Bänken, Bäumen, im Hotel oder in der Chill-Out-Area eines gehoben Restaurants mit Blick auf das Küchenbuffet einer Hochzeitsgesellschaft an dem sich drei der Wagemutigen mit Kuchen eindeckten.

Für allerhand Gespräche gab es viel Raum. Gegen Ende konzentrierten sich diese jedoch auf die allumfassende Frage, die man aus Kindertagen kennt: „Wie weit ist es noch?“

Nach genau 24 Stunden wurde das Frühstücksbuffet in Gomaringen erreicht.

Was für eine Wohltat zum Schluss auf bequemem Stuhl mit einer Tasse Kaffee in der Hand in der Sonne zu sitzen und die Füße baumeln zu lassen und sagen zu können

„Ich habe es geschafft“.

Yoga und Wandern 2025 – Plan B

Wenn es wie aus Kübeln schüttet, macht es keinen Sinn eine Wanderung anzubieten, außer man hat einen Plan B wie bei der diesjährigen Yoga-Wanderung.

Bei der ersten Yoga-Einheit war ein gutes Gehör notwendig, denn der Regen prasselte auf das Blechdach des Parkhauses. Da war es gut, dass zuerst der Körper geschüttelt wurde ohne große Konzentration auf den Atem und die Stille.

Dass man mit Yoga auch Energie tanken kann, wurde an der Gastankstelle deutlich. Unglaublich wie viel Schwung eine Übung enthalten kann, wenn die Koordination mitspielt.

Bei den acht Übungen für die Wirbelsäule prasselte nicht nur der Regen, nein es pfiff auch der Wind, weil irgendjemand vergessen hatte, das Fenster zu schließen.

Trotzdem wurde auf die Atmung geachtet und festgestellt, dass man wesentlich kältere Luft einatmet als ausatmet. Wissenschaftlich erforscht ist, dass die eingeatmete Luft erst nach zwanzig Minuten wieder rauskommt. Echt spannend.

Als der Regen eine Pause einlegte, brachten die spontanen Locations „Funpark“ und „innerer Schlosshof“ dem Yoga-Wander-Event einen besonderen Reiz.

Meditativ breitete sich zum Schluss die Sonne vom Bauch her in den Körpern der Teilnehmenden aus, der Wind und der Regen wurden still und eine außergewöhnliche Wärme war zu spüren.