Oberschwaben um Riedlingen ist nicht ausschließlich flach, sondern dort, wo die Donau fließt, erhebt sich unweit der Bussen, ein Eiszeitrelikt. Auf dem Weg dorthin kannst du edle Pferde bestaunen und dich von der Schwarmintelligenz der Stare inspirieren lassen, Bäume in Reih und Glied stehen sehen und zahlreichen Feldkreuzen begegnen, die die Heiligkeit des Ziels auf dem Berg erahnen lassen.
In der dortigen Bussenkirche, flankiert von der Bussenruine, warten Kerzen darauf, angezündet zu werden, was – so die Legende – wohl schon so manchem Kinderwunsch zur Erfüllung verholfen haben soll.
Sofern man sich nicht in Exerzitien bei den Franziskanerinnen begibt, findet man auch wieder den Weg hinunter, auch durch idyllisches Nadelgehölz.
Auf dem Rückmarsch nach Riedlingen lässt sich außerdem feststellen, dass es auch hierzulande Wanderheuschrecken gibt, die schon mal auf Wandermützen Platz nehmen, dass es selbst in katholischen Gefilden einst einmal Etablissements für das Nachtleben gegeben hat und dass es sich bei der Stadtbrücke in der Donau waten lässt.
Kurz vor Ankunft am Ausgangspunkt bringt eine Gelateria die Pilgernden doch noch vom rechten Weg ab. Eine Kugel Eis auf die Hand kann doch keine Sünde sein.



